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Über den Gemeindebezirk Bensberg (Bezirk 1)

Der Bezirk 1 ist der älteste Bezirk der Gemeinde, die sich 1953 von der Muttergemeinde in Bergisch Gladbach löste. Zu ihm gehört die 1937 erbaute Kirche und das 1991 errichtete Gemeindezentrum. 

Die Grenzen des Bezirks verlaufen im Süden zu Rösrath/Forsbach, im Norden zu Bergisch Gladbach und im Westen und Osten zu den gemeindeeigenen Pfarrbezirken Kippekausen und Herkenrath. Wir gehören zum Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch. Um die Belange der Bezirksarbeit kümmert sich der Bezirksausschuss, der aus den gewählten Presbyterinnen und Presbytern, dem Pfarrer, dem Diakon und Jugendleiter, sowie der Mitarbeiterpresbyterin besteht.

Die Sozial- und Bevölkerungsstruktur des Bezirks ist gemischt. So wie Bensberg auf der Grenze zwischen dem eher dörflichen Bergischen Land und der Großstadt Köln liegt, so ist auch die Bevölkerung der Stadt und die Sozialstruktur der Gemeinde gemischt. Bensberg gehört zu den Orten in Nordrhein-Westfalen mit dem höchsten Steueraufkommen, hat aber ebenso soziale Brennpunkte, wie zum Beispiel in der „Klein Manhattan" genannten Hochhaussiedlung. Andere Stadtteile, wie zum Beispiel Moitzfeld, sind noch fast dörflich im Charakter und im sozialen Miteinander.

Der Ort hat große Attraktivität für Stadtflüchtlinge, insbesondere junge Familien mit Kindern, die aus Köln zuziehen. Diesem Umstand haben wir den relativ stabilen Mitgliederbestand der Gemeinde zu verdanken.

Das demographische Verhältnis der Altersgruppen in unserer evangelischen Gemeinde ist ausgeglichen. Der Zahl der Menschen über 70 Jahren entspricht in etwa die Zahl der unter Zwanzigjährigen. Insgesamt ist das ein gutes Feld für eine klassische Gemeindearbeit, aber auch für eine offene Gemeinde, die bereit ist, sich für neue Ideen zu interessieren.
 
Lesen Sie hier mehr zu unserem Leitbild...

Pfarrer und Diakon in Bensberg

Pfarrer im Bezirk 1
Wolfgang Graf

Tel.: 0 22 04 / 5 37 38
E-Mail: wolfgang.graf (at) kirche-bensberg.de

Diakon
Rainer Beerhenke
Tel.: 0 22 04 / 86 78 09
E-Mail: rainer.beerhenke (at) kirche-bensberg.de

Presbyterinnen und Presbyter in unserem Bezirk

Erwin Frisch
Mobil: 0170 2480059
E-Mail:E-Mail: erwin.frisch (at) kirche-bensberg.de

Silke Hörstgen
Finanzteam  unserer Gemeinde
Tel.: 0 22 04 / 5 04 92 82
E-Mail:  hoerstgen (at) kirche-bensberg.de

Andrea Rauschenberg
Tel. 0 22 04 / 58 58 88
E-Mail: andrea.rauschenberg (at) kirche-bensberg.de

Außerdem haben wir viele ehrenamtliche Mitarbeiter, die zum Beispiel

• unseren Monatsgruß verteilen
• Sie besuchen
• ein- bis zweimal im Jahr Ihre Spende für die Diakoniesammlung erbitten

Und wenn Sie sich vorstellen können, an einer Stelle in unserem Bezirk mitzuarbeiten, sagen Sie es einer der oben genannten Personen. Rufen Sie uns an oder sprechen Sie uns nach dem Gottesdienst an. Hier können Sie sich als ehrenamtlicher Mitarbeiter per E-Mail anmelden.

Die Geschichte der Evangelischen Kirche in Bensberg

Die Geschichte der Evangelischen Kirche in Bensberg beginnt im Bensberger Schloss. Heute ein edles Hotel, hat es in den letzten 400 Jahren viele Wandlungen erlebt. Gebaut unter Jan Wellem war es später Aufenthaltsort und Lazarett für Napoleons Truppen und nach den Befreiungskriegen ab 1840, auf Befehl des preußischen Königs, Kadettenanstalt. Zur Kadettenanstalt, in der der Unterrichtsstoff des Gymnasiums vermittelt wurde, gehörte auch ein evangelischer Geistlicher. Die Tage begannen mit einer Morgenandacht und an den Sonntagen war der Gang zum Gottesdienst selbstverständlich.

Wo damals der Anstaltspfarrer wohnte, ist heute eines der Restaurants des Schlosshotels, die Enotheka, untergebracht. Zum Schloss gehörte die Schlosskapelle, die zwischen den beiden Hauptflügeln des Schlosses untergebracht war. Ein langer, heller Saal, an dessen Chorwand Altar und Kanzel zu finden waren.

Mit dem Zusammenbruch des Kaiserreiches 1918/19, nach dem Ersten Weltkrieg, ging die Zeit der Kadettenanstalt zu Ende. Dennoch behielten die Bensberger ihren Gottesdienstraum im Schloss, der nämlich nicht nur von den Kadetten genutzt worden war, sondern auch den wenigen Bensberger Evangelischen als ihre "Kirche" diente. Frühere evangelische Gemeinden, lutherisch oder reformiert, hatten sich nicht halten können, eine eigene Kirche gab es nicht. Darum wurden die Bensberger Evangelischen auch von Bergisch Gladbach aus mit Geistlichen versorgt.

Anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der Kirche, 1988, schrieb Pfarrer Helmut Itzek für die Festschrift "Die Sensationen von heute kommen morgen in das Fernsehen, die großen Ereignisse von gestern und vorgestern kann man in Geschichtsbüchern nachlesen. Ich will erzählen von unserem kleinen, weißen Kirchlein auf dem Berge, das weder in das Fernsehen noch in die dicken Geschichtsbücher kommt und doch einen Zeitabschnitt von einem halben Jahrhundert widerspiegelt....Die Kirche in Bensberg ist in der Zeit des "Dritten Reiches" gebaut worden. Es war keine Zeit, in der man sonst Kirchen baute. Die Machtergreifung durch Hitler und seine Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) am 30. Januar 1933 schien in den ersten Tagen für viele Christen kein bedrohliches Zeichen für die Kirche zu sein..."

Nach dieser "Machtergreifung" fanden die neuen Machthaber eine andere Verwendung für das Bensberger Schloss. Es wurde NAPOLA, d.h. Nationalpolitische Erziehungsanstalt. Hier sollten junge Menschen im Sinne der Partei erzogen werden. Die evangelische Kapelle hatte daher zu verschwinden. Anders als die Pfarrer, die von Bergisch Gladbach aus Bensberg versorgten, und die zu den nazifreundlichen Deutschen Christen (DC) zählten, waren die Bensberger Christen Anhänger der BK, der Bekennenden Kirche. Sie erwarben zunächst ein altes Haus an der Gladbacher Straße, in dem heute das Gemeindeamt untergebracht ist, für ihre Gottesdienste. Spannungen zwischen diesen beiden Fronten der Evangelischen in Bensberg und Gladbach hatten dazu geführt, dass den Evangelischen Bensbergern die Teilnahme am Gottesdienst in Bergisch Gladbach verwehrt worden war. Darum war es nahe liegend, den Plan für ein eigenes Gotteshaus zu fassen.

Der erste Entwurf für die neue Kirche, die insgesamt nur 50.000 Reichsmark kosten durfte, sah ein gedrungenes Kirchenschiff in Form einer Basilika vor. Sie sollte, aus heimischem Bruchstein gebaut, an eine Burg erinnern: Ein feste Burg ist unser Gott! - Das Lutherlied sollte hier in Stein umgesetzt und sicher auch ein Protest gegen den Zeitgeist sein. Aber die Geldmittel fehlten, um diesen Entwurf durchzuführen. Schließlich schaltete sich das staatliche Bauaufsichtsamt ein und verlangte, dass die Kirche in Angleichung an das barocke Bensberger Schloss gebaut werden musste.

So kam die Kirche zu dem Äußeren, das sie bis heute prägt. 1935 fand dann der letzte Gottesdienst im Schloss statt und am 5. September 1937 wurde der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Die Grundsteinlegung fand nicht ohne Spannungen statt, denn es war gegen den Willen der Bensberger Presbyter nicht zu verhindern, dass neben der Kirchenfahne auch die Hakenkreuzfahne aufgezogen wurde. Wer die Sprache der Zeit kennt, wird in der Urkunde, die neben einer Tageszeitung und Geldmünzen in den Grundstein gelegt wurde, eine feine Distanzierung zu Nationalsozialismus und ein Bekenntnis zu Gottes alleiniger Herrschaft finden.  

"In einer Zeit des staatlichen Wiederaufstieges und des Ringens um Jesus Christus und seine Kirche legten wir im Vertrauen auf Gottes gnädige Hilfe den Grundstein zu dieser Kirche. Möge sie mithelfen, dass Gottes Reich komme."

Die Bilder zeigen den Altarraum der ersten Kirche, der nach Nordosten zeigte. Und den Blick vom Altar auf die Orgelempore, darunter der Haupteingang. Die Orgelpfeifen befinden sch noch rechts und links in den Kapitellen.

Am 26.Juni 1938 wurde dann der erste feierliche Gottesdienst in der neuen Kirche gehalten. Im Januar 1938 war Richtfest gefeiert worden. Architekt Schönhagen übergab den Schlüssel der Kirche an den Generalsuperintendenten Stoltenhoff. Zur Einweihung hatte der junge Organist Hugo Rudolf Hanebeck

eine Festkantate komponiert. Bis der Zweite Weltkrieg ausbrach, waren es nur noch neun Monate. Sicher ist unsere Kirche in Bensberg eine von ganz wenigen, die in dieser Zeit gebaut werden konnten. Natürlich war die Ausstattung sehr sparsam. Zusätzlich hatte bei einem Bombardement gegen Ende des Krieges der Bau durch eine Luftmine gelitten. Viele der Schäden waren nur notdürftig renoviert worden. Nach dem Ende des Krieges änderte sich die konfessionelle Lage im Kölner Umland schlagartig. Tausende von Flüchtlingen und Vertriebenen strömten in den Westen und brachten ihr evangelisches Bekenntnis mit. Für das "hillige Kölle" und seine zu über 90% katholische Bevölkerung war es eine Umstellung, nun auf einmal fast 50% Evangelische und sogar "Pimokken" bei sich zu haben, wie der Name für die Menschen aus dem Osten unfein lautete. In Bensberg war es nicht anders. Die Kirche wurde zu klein, hinzu kamen die Mängel, die im Krieg und in den Jahren danach entstanden waren.

So kam man in den frühen 70er Jahren zu dem Entschluss, umzubauen. Architekt Mehlau drehte 1973 den Innenraum der Kirche um 180 Grad und gewann damit weiteren Raum. Die Innengestaltung wurde lichter, der graue Anstrich wurde gegen weiße Wände und eine Decke eingetauscht, die in den bergischen Farben grün, gelb und rot gehalten war.

So sah die Kirche bis 2003 aus.

In dieser Form hat die Kirche bis zum Jahr 2003 bestanden.  
Nach acht Monaten Umbau war die neue Kirche nun endlich fertig. An Heiligabend 2003 war der erste große Test. Die Vesper begann um 17.00 Uhr, aber bereits um 16.30Uhr war die Kirche so gut wie voll, obwohl (!) wir doch nach dem Umbau bedeutend mehr an Plätzen zu bieten haben. An Heilig Abend hatten wir etwa 250 Sitzplätze vorbereitet. Wenn wir die Menschen rechnen, die noch standen, dürften wir über 300 Gottesdienstteilnehmer gewesen sein. Eine deutliche Erweiterung zu früher. Trotzdem war die Kirche so voll, dass auch diesmal der ein oder andere, der etwas später kam, keinen Platz mehr fand.  

Wir sind froh, dass die Gemeinde die neue Kirche so positiv aufgenommen hat. Die helle und warme Gestaltung, die wohltuenden Farben, die neue Klarheit des Blicks und vieles andere mehr werden immer wieder gelobt. Dieses Lob gebührt allen, die in der Bau- und Planungsphase mitgewirkt haben. Den Presbytern und Presbyterinnen und natürlich auch den Architekten Jürgen Kreft und Marianne Vogt-Werling, die uns geduldig und kompetent durch diese Zeit geführt haben.
Lesen Sie hier mehr über den Umbau 2003...  

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