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28.08.2010, 19.10 Uhr

Das Glaubensfest von München Teil 2:Ökumenischer Kirchentag 2010

"München heißt die Gäste aus nah und fern mit einem herzlichen Grüß Gott willkommen.“ Unter weißblauem Himmel erwartet uns ein 5-tägiges, erlebnisreiches ökumenisches Fest. Zusammen mit vielen, hoffnungsvollen Menschen aus unseren umliegenden Gemeinden reiste ich mit meiner 3/4 Familie ( meine "große" Tochter musste arbeiten) an. Und hier zeigten sich bereits die unterschiedlichen Interessen.    

Während meine Frau per Flugzeug nach München unterwegs war, "genossen" wir eine lange, ausgiebige Busfahrt. Da war Zeit genug, sich mit dem 720 Seiten umfassenden Programm zu beschäftigten. Darin habe ich eben jenen Programmpunkt, dass wir uns Hoffnung auf einen blauweißen bayerischen Himmel machen können, gelesen. Diese, sich von der ersten bis zur letzten Stunde, am Sonntag bei dem großen Abschlussgottesdienst, leider nicht erfüllende Hoffnung, war für mich aber das Einzige, was besser hätte sein können. Denn die Organisation ( über 6000 ehrenamtliche Helfer ) und das riesige, dennoch qualitativ hochwertige Angebot von Veranstaltungen war erstklassig.      

Jedenfalls empfand ich das so, auch wenn mir die Vergleichsmöglichkeit mit Berlin, wo 2003 der 1.  Ökumenischen Kirchentag stattfand, fehlte. Das Studium des Programm war quasi eine Pflichtaufgabe. Denn nur so war es möglich, sich sein individuelles Vorhaben in den fünf Tagen zu organisieren.    

Vom schönen, etwas außerhalb gelegenem Hotel schwärmten wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus, zu den überall in der Stadt verteilten Veranstaltungsorten. Mal in kleineren, mal größeren Gruppen oder zunächst alleine um sich dann irgendwo wieder zu treffen. Da war es doch eine gute Idee, im Bus bereits Handynummern ausgetauscht zu haben. Meine Frau und meine Tochter hatten oft andere Interessen als ich, weshalb wir uns manchmal erst spät abends, wenn man erschöpft aber glücklich wieder "zu Hause" war, sahen. Den Abend der Begegnung rund um die Münchner Altstadt, am Mittwoch, mit einem wunderschönen Eröffnungsgottesdienst und eindrucksvoller, stimmungsvoller Kerzenlichtatmosphäre und den Hoffnung machenden Abschlussgottesdienst am Sonntag auf der Theresienwiese, verbrachten wir zusammen. Dazwischen lagen Vorträge mit hochkarätigen Dozenten bzw. Diskussionsteilnehmern, zu wichtigen weltlichen wie christlichen Themen, Workshops für alle Lebenslagen, Musik auf offenen Bühnen oder in Kirchen mit hervorragenden Musikern, Solisten oder Chören ließen Menschen zusammen feiern. Zentren für Familie, Frauen, Kinder, Jugendliche und Männer boten für alle eine Vielfalt der Information und Teilnahme. Auch Theater, Musicals und Kabaretts ergänzten das Kulturprogramm vorbildlich. Großveranstaltungen, wie z. B. das Wise-Guys-Konzert, das meine Tochter besuchte, rundeten das Angebot großartig ab. Man war den ganzen Tag, bis spät abends, voller Aktion und ständig unterwegs. Anstrengend war es, aber es hat sich gelohnt.

    
Von der Theresienwiese, im Anschluss an den Abschlussgottesdienst ging es mit dem Bus wieder nach Bensberg zurück. Im wahrsten Sinne des Wortes, ging die Rückfahrt wegen großer Staus sehr langsam voran. Zeit, die vielen positiven Eindrücke aus München in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Meine Erkenntnisse aus diesem Zusammentreffen sind, dass über alle Konfessionen, politischen und sozialen Ebenen hinweg, die Menschen letztendlich doch ein gemeinsames Ziel vor Augen haben: auf einer friedlichen, respektvollen, gerechten und ökologisch ausgerichteten Erde zu leben. Der Weg oder die Wege dorthin sind allerdings und logischerweise, weil von individuellen Interessen geprägt, sehr different. Jeder einzelne und jede Gemeinschaft, egal wie groß oder klein sie ist, kann, nein muss anfangen, Ideen umzusetzen, die uns näher ans Ziel bringen. Man kann nicht mehr auf die alles entscheidenden, großen Maßnahmen des regulierenden, allmächtigen Staates oder eine Staatengruppe, warten. Auch kleine Schritte müssen gegangen werden. Die Menschen haben Hoffnung. Danke dass wir dabei sein durften. 

 Ein Bericht von Erwin Frisch

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