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Wir für Neue Nachbarn

....diesen Namen hat sich nun zunächst der Ökumenische Arbeitskreis in Bensberg gegeben.
Angelehnt an die Aktion Neue Nachbarn des Erzbistums Köln www.Aktion-Neue-Nachbarn.de  ist der Name als gemeinsamer Hintergrund für das ehrenamtliche Engagement aller ökumenischen Kreise in unserer Gemeinde zusammen mit den jeweiligen katholischen Schwesterpfarreien zu verstehen. Wir sind für unsere Neuen Nachbarn da !
In allen Bezirken unserer Gemeinde haben sich Menschen gefunden, die für ein Willkommen und Betreuung der Flüchtlinge, die in den zu unserer Gemeinde gehörenden Stadteilen leben, sorgen. Diese Menschen sind im christlichen Sinne für die Neuen Nachbarn da.
Im Stadtgebiet Bergisch Gladbach leben derzeit rd. 850 Flüchtlinge (Stand Anfang September 2015) mit täglich steigender Zuteilung. In unserem Gemeindegebiet mit derzeitigen Ballungszentren in Herkenrath und Moitzfeld lebt davon derzeit ca. ein Fünftel, auch hier wird Zuzug in Bensberg, Refrath und Frankenforst erwartet. Nun braucht es Menschen unserer Gemeinden, die auf die Flüchtlinge zugehen, sich Ihnen zuwenden, Ihnen ganz praktisch und ohne großes Aufsehen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben helfen und so versuchen ihnen einen ersten Halt in der „neuen“ Heimat zu geben. Und da gibt es Einiges zu tun! Angefangen von der Begleitung bei Arzt- oder Behördengängen über die Betreuung der Kinder bei Teilnahme an Deutschkursen oder die Beschaffung von günstigen Busfahrkarten für die Schulwege der Kinder, bis hin zur Organisation von Kleidung und Haushaltsgegenständen für und über die kirchlichen und städtischen Lager. Nicht zuletzt die Organisation von Treffen mit den Bürgern der Stadtteile und Gemeindegliedern. Oder, wie schon gehabt, einem Sommerfest in Moitzfeld oder dem Besuch des Kölner Zoos für die Kinder in den Sommerferien, der Beteiligung am Weltkindertag im Wohnpark Bensberg oder den monatlichen Treffen mit Programm im Willkommens-Cafe in Herkenrath (i. d. R. immer am 3. Donnerstag des Monats).
So trifft sich z.B. der Bensberger Arbeitskreis immer am 1. Dienstag des Monats um 18 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum Im Bungert. Der Willkommenskreis in Herkenrath trifft sich in der Regel monatlich nach Absprache. Der Arbeitskreis in Refrath hat sein Vorhaben auf den Weg gebracht, Wohnraum für eine Flüchtlingsfamilie bereit zu stellen. Weiter treffen wir uns, um auf den Tag vorbereitet zu sein, an dem auch in Frankenforst viele Neue Nachbarn unsere Hilfe benötigen.
Es bringen sich zwar schon viele Menschen aus den Gemeinden ein, aber wir freuen uns über jeden oder jede , die im Sinne der christlichen Nächstenliebe in unseren Teams mitmacht.
Claudia Heidkamp

Damit Flüchtlinge sicher mit Fahrrädern fahren, die sie in der Kürtener Fahrradwerkstatt
(in Biesfeld unter dem Penny-Markt) erhalten können, konnten mit von der Gemeinde bereitgestellten Mitteln bereits ca. 30 neue Fahrradhelme angeschafft  werden.
Wer solche Helme gut erhalten abgeben kann, bringt sie bitte dort hin oder zum Evangelischen Gemeindezentrum
Herkenrath.

Bei Interesse zur Mitarbeit oder Fragen zur
Flüchtlingshilfe wenden Sie sich an die
Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Presbyterinnen und Presbyter unserer Gemeinde.

Wollen Sie helfen ?

Unterwegs – gemeinsam – im Glauben Ökumenische Reise nach Genf und Taize

(Einladung zur Teilnahme erfolgte mit der Ausgabe August / September 2014)

Ganz nach dem Leitsatz unserer Gemeinde machten sich nach ein paar Jahren Pause in der vorletzten Oktober-Woche wieder mehr als 40 Brüder und Schwestern aus der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus Bensberg und St. Joseph Moitzfeld und aus nahezu allen Bezirken unserer Evangelischen Kirchengemeinde Bensberg ökumenisch auf den Weg zu ihrer dritten gemeinsamen Reise. Nachdem auf den Reisen 2008 nach Rom und 2010 auf den Spuren Martin Luthers u.a. nach Wittenberg mal der Akzent eher urchristlich und mal evangelisch gesetzt wurde, gab es diesmal eine gute Mischung von Zielen der Ökumene.


Eine sehr kompetente und zudem noch sehr nette Reiseleiterin des Veranstalters Biblische Reisen setzte – neben der Planung auch landschaftlich wunderschöner Routen und Ziele - den Fokus auf  kunsthistorische Betrachtungen. So hat sie uns gleich zu Beginn in Colmar für z.B. Werke von Schongauer und Grünewald wie „Maria im Rosenhag“ und den „Isenheimer Altar“ regelrecht begeistern können, später im Burgund im Hotel Dieu in Beaune fortgesetzt mit dem Altar „Jüngstes Gericht“ von Rogier van der Weyden.
Außerdem wurden wir an verschiedenen Orten im Burgund - in Tournus, Beaune, Dijon, Citeaux, Avallon, Berze la Ville, Cluny, Vezelay  - vertrauter mit klösterlichen Reformbewegungen und lernten viel über die Entwicklung von Kirchenbauten, mit reichhaltigen Varianten von Fresken und Kapitellen , und Klöstern über die Jahrhunderte und Epochen der Romanik und Gotik hinweg. Sehr erschüttert waren wir von den Zerstörungen während der Französischen Revolution insbesondere an den sehr beeindruckenden Orten mit „Überresten“ des Klosters in Citeaux – dem Gründungskloster der Zisterzienser - und der Abtei Cluny mit den enormen Ausmaßen des Benediktiner-Klosters, im Mittelalter der größten Kirche des Christentums.

Bei unserer Station in Genf rückte die Zeit der Reformation in den Mittelpunkt.
Die Stadt in der Johannes Calvin wirkte, lud uns bei einem Altstadtrundgang an verschiedene Stätten ein: Das Auditorium - eine Stätte seiner Predigten- ; die Kathedrale St. Peter als heutige reformierte Hauptkirche der Stadt - in der noch  Calvins Predigt-Stuhl zu sehen ist- ; das College Calvin – eine von Calvin gegründete höhere Schule, und damit eine der ältesten öffentlichen höheren Schulen der Welt,  als Teil der Genfer Universität-.
Der Leitsatz der reformierten Bewegung „Post Tenebrae Lux“ (Nach der Dunkelheit Licht) begleitete uns an den Stationen des internationalen Reformationsmuseums mit imposanten Zeitzeugnissen zu z.B. Musik und Bibel und dem Reformationsdenkmal mit einem fesselnden Vortrag des Pfarrers der heutigen reformierten Gemeinde.
Beendet wurde der Ausflug in die Zeit der Reformation mit einem ruhigen Spaziergang über einen Ehrenfriedhof der Stadt Genf und das Verweilen am Grab von Johannes Calvin. 

Weiterer Höhepunkt in Genf war der Besuch des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖKR). Nach der Teilnahme einer in der dortigen Kapelle täglich stattfindenden Morgenandacht galt unser Interesse zwei Gesprächsrunden zur Zusammensetzung und Arbeit des Ökumenischen Rates und Lutherischen Weltbundes und prägten unseren Weitblick für die Ökumene.
Der seit 1910 vom christlichen Studentenweltbund u.a. als Vorläufer des  heutigen  CVJM  mit initiierten und durch die Weltmissionskonferenz gegründete heute bestehende ÖKR ist ein Verbund von weltweit nahezu 350 Kirchen, davon knapp 1/3 in Europa. Zwischenzeitlich findet auch enge Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche, die aber nicht diesem Rat angehört,  und vor allem auch mit dem Vatikanstaat statt. Als Vorzeichen für die Arbeit des ÖKR hörten wir das Motto „Schaut darauf was uns verbindet, und nicht was uns trennt “. 

Auch mal etwas Raum für  Ruhe und Meditation war uns am vorletzten Tag bei der Teilnahme beim Mittagsgebet an einem unserer Zielpunkte, der Communite Taize , gegeben. Wir konnten die Faszination dieses Ortes und dieses ökumenische Leben vieler  junger Menschen aus aller Welt nachempfinden. Auch hier erhellte uns ein lebendiger Vortrag aus dem Leben einer „permanent“, einer jungen Frau, die sich dort – bevor Sie sich endgültig für einen Beruf entscheidet -   für 2-3 Jahre als „feste“ Hilfe in Taize zum Erlernen des Lebens dort und der Weitergabe an Andere verpflichtet hat und ihre Begeisterung gut vermittelte. Wir beendeten den Tag mit einem Besuch auf dem Dorffriedhof  am Grab des vor nahezu 10 Jahren getöteten Gründers der Communite Taize Roger Schütz. 
 
In der reich angefüllten Zeit verblieb während  der Woche auch Zeit innerhalb der Reisegruppe Gespräche, gemeinsamen Gesang, Lachen und Fröhlichkeit,  Andachten im Bus oder an schönen Plätzen oder auch Picknicks an schönen Orten und vieles mehr zu geniessen.

Die harmonische und eindrucksvolle gemeinsame Zeit im Zeichen der Ökumene mündete in einer im sonnigen Grün mit Pfr. Heinz-Peter Janßen gefeierten Messe auf dem Hügel von Vezelay, einem Wallfahrtsort, den wir nach einem kurzem Anstieg auf dem französischen Jakobsweg erreichten. Ein bewegender Moment im Geiste der Ökumene.
Unsere Heimfahrt führte uns noch zu einem neuzeitlichen Kirchenbau, der Chapelle Notre Dame du Haut von Le Corbusier mit Elementen von Renzo Piano in Ronchamp. Dann zurück nach Bensberg…auf der Fahrt  schloss unsere Reiseleitung ihren Rückblick mit dem Hinweis, dass Sie erstmals in ihrer langen Praxis bei Biblische Reisen im Fragebogen des Veranstalters die Fragen „Welche ökumenischen Aktivitäten gab es ?“ mit „Alle“ statt mit „Keine“ beantworten könne.

Ein besonderer Dank gilt dem engagierten Organisationsteam unter der Leitung von Pfr. Wolfgang Graf.
Reich an Eindrücken und Erlebnissen erreichten wir Bensberg, waren stets gut chauffiert von unserem Busfahrer aus Togo, der sich bei uns als Brüder und Schwestern verabschiedete, und waren wieder im Sinne der Ökumene ein Stück näher zusammengerückt. ...Unterwegs...Gemeinsam...im Glauben...

Claudia Heidkamp

Link:  Lesen Sie auch den Artikel der parallel im Pfarrbrief der katholischen  Gemeinde St. Nikolaus /  St. Joseph erscheinen wird

Auf den Spuren der Ökumene Reise der katholischen und evangelischen Gemeinden Bensberg/Moitzfeld

Nach bereits zwei Reisen, ins katholische Rom und auf den Spuren Martin Luthers u.a. nach Wittenberg, stand diesmal die Ökumene im Blickpunkt. Mit dem Bus machten sich 43 Personen auf die Reise.
Erste Station war Colmar mit Besichtigung u.a. des Isenheimer Altars und der Madonna im Rosenhag. Weiter ging es in die Stadt Calvins und zum Ökumenischen Rat der Kirchen nach Genf. Nach dem Morgengebet in der Kapelle des ökum. Rates konnten wir in zwei Gesprächsrunden  unser Wissen über die weltweite Ökumene und den Lutherischen Weltbund erweitern und bei einem Rundgang das Zentrum der schönen Stadt am Genfer See erkunden. Am Reformationsdenkmal vertiefte ein Pfarrer der reformierten Gemeinde unser bereits erworbenes Wissen über die Reformatoren um Johannes Calvin.
Vollgestopft mit Wissen über die für die Kirche so ereignisreiche Zeit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ging es dann weiter ins Burgund zu pittoresken Örtchen, romanischen und gotischen Kirchen und zum Gründungskloster der Zisterzienser in Citeaux, wo dessen Gründer Robert des Molesme lebte. Bernhard von Clairvaux „begegnete“ uns in Cluny, einer Hochburg des abendländischen Geisteslebens. Sehr gut veranschaulichte uns unsere sehr kompetente Reiseleiterin die riesigen Ausmaße von Cluny III, im Mittelalter die größte Kirche des Christentums, bevor sie im Zuge der französischen Revolution zum „Steinbruch“ wurde.
Zweifelloser Höhepunkt aber war der Besuch in Taizé, wo wir beim Mittagsgebet dabei sein konnten und inmitten von vielen hundert Jugendlichen die Faszination dieses Ortes spürten; ein Platz, wo junge Menschen vieler Nationen und Sprachen ein ökumenisches Miteinander leben.
Auch bei uns funktionierte das beeindruckend gut, sei es beim Gesang im Bus, bei Andachten, gemeinsamem Picknick oder der Vorabendmesse auf einer schönen, sonnenbeschienenen Wiese vor der Kathedrale von Vézelay – gelebte Ökumene.
Die wunderschöne Kirche Notre Dame du Haut von Corbusier in Ronchamp war letzter Höhepunkt auf der Heimreise von einer begeisternden Fahrt mit Gleich-gesinnten aus den Bensberger Gemeinden und dem „Dreamteam“ Heinz Peter Janßen und Wolfgang Graf.
                                Christoph Babilas

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Senioren am Vürfels

Termin Herkenrath 21.11.2017, 19:00 Uhr
Gemeindeforum

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Das Taizé-Gebet

Termin Herkenrath 22.11.2017, 00:05 Uhr
Stiller Oasen-Tag

Termin Bensberg 22.11.2017, 14:30 Uhr
Altenklub Bensberg