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Umbau der Kirche 2003

Die Aufgabe ist groß. Es gilt, unsere Kirchengebäude "fit" zu machen für die kommenden Jahrzehnte. Es gilt den Kirchenraum liturgisch neu zu gestalten und einen Ort zu schaffen, an dem junge Familien und "klassische Gemeinde" ihre Gottesdienste feiern können.  

Die Notwendigkeit der Aufgabe wurde nicht von jedem so gesehen. Der letzte Umbau der Kirche war im Jahre 1973 und für viele war das nun "ihre" Kirche, wie sie sie "immer" gekannt hatten. Damals hatte man den recht düsteren Kirchraum des Jahres 1938 in eine gefälligere Form gebracht. Dabei war die Kirche von Innen gedreht worden, um Platz für die Gemeinde zu gewinnen. Der Altar zeigte nun nach Westen und kam, von oben und von der Seite recht beengt, unter die Orgelempore. 

Der zentrale Haupteingang wurde zur Sakristeitür, die beiden ehemaligen Hintereingänge zu Haupteingängen. Das Taufbecken stand in einer unscheinbaren und nicht gut einsehbaren Nische. Die Gemeinde konnte optisch kaum an der Taufe teilnehmen. So sehr der räumliche Eindruck gegenüber dem von 1937 eine Verbesserung war, so wenig konnte er langfristig liturgisch überzeugen. Hinzu kam, dass der Gottesdienstbesuch in den letzten Jahren bei vielen Gelegenheiten, besonders aber bei den Jugend- und Familiengottesdiensten so stark anwuchs, dass unsere Kirche oft genug zu klein war, nicht nur an Heilig Abend und Konfirmation. 

Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte stand die Gemeinde vor der Frage, wie man mehr Gläubige im Gotteshaus unterbringen konnte. Darum reifte allmählich der Gedanke an eine umgreifende Veränderung. Ein weiteres Glück war, dass die Gemeinde noch zu Zeiten von Pfr. Helmut Itzek eine große Erbschaft gemacht hatte, deren Verwendung, testamentarisch festgelegt war, für "die Kirche Bensberg". Von solch einem Segen dürfen wir nun profitieren. 

In mehreren Planungsphasen kam unser Beratungsteam aus Presbyterinnen und Presbytern, den Pfarrern, sowie dem Kirchenmusiker und dem Jugendleiter zu Ergebnissen, die dann von verschiedenen Architekturbüros gestaltet werden sollten. Überraschend schlugen alle beteiligten Architekten eine Rückdrehung des Kircheninnenraumes vor, ebenso eine an den Seiten eingezogene Empore rechts und links. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wir gewinnen Plätze durch die Emporen und einen um drei Meter verbreiterten Altarraum. Das gibt der Gemeinde endlich die Möglichkeit, sich beim Abendmahl um den Altar zu versammeln. Aber es bietet auch mehr Raum für Darstellungen der Kinder bei Familiengottesdiensten etc. Außerdem erhalten wir nun im hinteren Bereich der Kirche neue Funktionsräume, wie eine behindertengerechte Toilette, eine separate Sakristei, eine Teeküche und einen Abstellraum. Der alte Haupteingang wird wieder in seine Funktion gebracht und führt in ein kleines Foyer, von dem aus der Besucher schon den Blick auf den Altarraum hat.  

Die Prinzipalstücke verdienen eine besondere Betrachtung. Der Wunsch, das Taufgeschehen wieder zu einem Akt zu machen, an dem die ganze Gemeinde teilnehmen kann, ließ im Planungskreis einen Altarentwurf entstehen, bei dem Altar, Kanzel und Taufbecken gestalterisch und inhaltlich ganz eng aufeinander bezogen erscheinen. Tischgemeinschaft, Wortgemeinschaft und Taufgemeinschaft repräsentieren gemeinde- und kirchenstiftende Vorgänge und bestätigen zugleich im Sakrament des Abendmahls, der Taufe oder der Predigt die Zusammengehörigkeit der Menschen, die zum Gottesdienst kommen. Dem wird die neue Gestaltung des Altarbereiches sichtbar Rechnung tragen: Ein einziger großer Steinblock wird zum Ausgangsmaterial für alle drei Stücke. Kanzel und Taufbecken werden so aufgestellt, dass ihre ursprüngliche Herkunft aus dem Altarstein noch sichtbar bleibt. Eine Predigt für sich.  

Das neue Kreuz geht auf eine Anregung der Architekten Kreft und Voigt-Werling (Büro Franken und Kreft, Bensberg) zurück. Es ist eine Installation aus zwei großen Holzflächen. Diese sind ungleich breit und zeigen jeweils an ihrer einander zugewandten Seite ein halbes Kreuz als Ausschnitt. Aus diesen beiden Hälften entsteht dann das eine Kreuz, das aber zugleich lediglich als Licht-Ausschnitt da ist. Denn hinter der Installation wurde in die Ostwand ein großes Fenster eingeschlagen, das, später mit Bruchglas aufgefüllt, den Lichteffekt des Kreuzes verstärken wird.  

Ende Mai 2002 haben die Bauarbeiten begonnen. Zuvor wurde die gesamte Inneneinrichtung der Kirche auf einen Laster geladen und nach Becej in Serbien gebracht, wo die Bänke, der Altar und der Taufstein, sowie der alte Kronleuchter wieder in "den kirchlichen Dienst" kommen.    

Wir haben einen Förderkreis zum Kirchenumbau ins Leben gerufen. Die Prinzipalstücke und später auch neue Antependien sollen, soweit wie möglich, aus der Gemeinde selbst finanziert werden. Wenn Sie spenden möchten, das Konto der Gemeinde lautet:

Kto . 312/002068 Stichwort Kirchenumbau
Kreissparkasse Köln BLZ 37050299 

Ansicht des neuen Innenraums mit Altar, Foto: © Daub/ Landeszeitung
Kirche Bensberg im Jahr 2005 (Bild: Tom Weber)
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