Katechumenen und Konfirmanden im Gemeindebezirk Herkenrath
Bis vor wenigen Jahren haben auch wir in Bensberg den Konfirmandenunterricht (KU) in herkömmlicher Weise gehalten. Das hieß: Einmal in der Woche Unterricht, ca. 1 Stunde, zwei Jahre lang. Aber viele Jugendliche haben ihre Wochen mit Terminen ganz schön gefüllt und es fällt ihnen schwer, irgendwann am Nachmittag für eine Stunde im Gemeindezentrum zu erscheinen. Die Konzentration leidet, der Unterricht auch. Und das Gemeinschaftsgefühl ist kaum noch herzustellen.
Darum haben wir nun seit drei Jahren unser Konzept verändert. Unterricht ist nur noch einmal im Monat, nun aber einen ganzen (Sams-) Tag, und am Sonntagmorgen feiern wir gemeinsam Gottesdienst. Das Programm an den Samstagen ist bunt gemischt, entspricht aber den Inhalten des KU. So kommen "Die Bibel", "Gott", Jesus" , "Die Kirchen", Die Sakramente", Die Gemeinde" u.v.a.m. zur Sprache. Meistens wird das Thema am Vormittag anhand von Gesprächen und der Bibel usw. theoretisch erschlossen. Am Nachmittag wird es dann oft praktisch. Die Jugendlichen setzen das, was sie erarbeitet haben, kreativ um. Sei es ein Parcour durch den Psalm 23 oder ein Bibeltor, seien es die Schöpfungsberichte oder die Darstellung von wichtigen Personen aus der Heiligen Schrift. All das wird dann am Tag darauf im GoDi der ganzen Gemeinde vorgestellt. Zwischendurch singen wir natürlich eine ganze Menge Lieder.
Solche Wochenenden finden etwa 10 Mal im Jahr statt. Zusätzlich haben wir ein "Einsteigerwochenende" und eine Abschlussfreizeit miteinander. Der Unterricht dauert von Mai bis Mai, dann wird konfirmiert. Die bisherigen Erfahrungen zeigen uns, dass das Konzept Sinn macht. Die Termine sind lange vorher bekannt. Alle können sich darauf einstellen. Es ist gut, einen ganzen Tag zusammen zu sein. Man lernt sich anders kennen (oft kochen wir selbst) und für die Unterrichtenden ist es spannender, weil ein ganzer Tag am Stück mehr Möglichkeiten der Gestaltung bietet.
Terminplan bis 2013 WICHTIG –
Freitag, 01.06. bis Sonntag, 03.06.12
15,00 Uhr Einsteigerwochenende (mit Übernachtung) Samstag bis 17,00 Uhr und Sonntagsgottesdienst
Samstag, 22.09.12
10-17 Uhr mit Sonntagsgottesdienst
Vom 23.09. bis 02.11.12
vier Treffen in Hausgruppen, jeweils eine Stunde, wer übernimmt eine solche Hausgruppe??
Samstag, 03.11.12
10-17 Uhr BENSBERGER KONFI-KRIMI und Sogd
Samstag, 24.11.12
10-17 Uhr ohne Sonntagsgottesdienst
Samstag, 08.12.12
Adventsaktion 14,30 Uhr – 17,30 Uhr Wir besuchen alte Menschen unserer Gemeinde und bringen ihnen einen adventlichen Gruß. Um 17,00 Uhr beginnt eine Adventsandacht, mit der dieser Konfi-Tag ausklingt (Eltern willkommen!)
Samstag, 19.01.2013
10-17 Uhr mit Sonntagsgottesdienst
Samstag, 23.02.2013
10-17 Uhr mit Sonntagsgottesdienst
Freitag, 08.03 bis Sonntag 10.03.13
Konfi-Wochenende in Bergneustadt (wer kann Fahrtdienst übernehmen?)
Samstag, 20.04.13
10-17 Uhr mit Probe ohne Sonntagsgottesdienst
Samstag, 27.04.13
19,00 Uhr gemeinsamer Abendmahlsgottesdienst
Sonntag, 28.04.13
10,15 Uhr Konfirmation I
Sonntag, 05.05.13
10,15 Uhr Konfirmation II
Neben den Konfi-Gottesdiensten, die wir gemeinsam gestalten, sind 10 weitere Gottesdienste in unserer Gemeinde bis zur Konfirmation zu besuchen. Ordner/Heft zum Eintragen liegen in Herkenrath und Dürscheid aus. Für die Verpflegung am Einsteiger-Wochenende und an den Konfi-Samstagen erbitten wir einen Unkostenbeitrag von 50 €. (Wer diese Kosten nicht aufbringen kann, bitte wegen Zuschuss bei mir melden)
Bitte überweisen Sie diesen Betrag auf das Konto Nr. 1010610016 bei der KD Bank, BLZ 350 601 90 – Kennwort Konfis Herkenrath 2013.
Entschuldigungen bei Krankheit bitte vor dem Konfi-Samstag durch die Eltern bei mir (02204/83101). Befreiung von den Samstagen wegen Sportveranstaltungen ... können grundsätzlich (auch stundenweise) nicht gewährt werden.
Ein Konfi-Gemeindepraktikum ergänzt die Konfi-Zeit. Infos folgen.
Einsteigerwochenende des Konfirmanden-Jahrganges 2011/2012
Freitag bis Sonntag 17.-19. Juni: Einsteigerwochenende des Konfirmanden-Jahrganges 2011/2012 Herkenrath und Bensberg: Kennenlernen von etwa 60 Mitstreitern, gemeinsames Essen und Übernachten, buntes Treiben in allen Räumen des Herkenrather Gemeindezentrums, kreativ werdenund Aufgaben in/mit der Gruppe lösen. Dies ging über Glasmalerei zum Thema Vorstellungenvon Gott und Jesus als das Licht der Welt, angeleitet und begleitet von der GlaskünstlerinMaria Schätzmüller-Lukas, bis hin zu Teamspielen, Wege mit Hindernissen zu bewältigen, Brücken zubauen, sich aufeinander zu verlassen und zu ergänzen. In Interviews ist zu erfahren, dass sich der Großteil auf das bevorstehende Jahr der Konfirmanden-Zeit freut, obwohl es kaum Vorbereitung inden Familien gab. Über Freunde oder Geschwister war man zwar dem Thema Konfirmation schonbegegnet, ansonsten aber ganz unvoreingenommen. Die meisten erwarten eine spaßige Zeit, inder sie neue Leute kennenlernen und miteinander reden können. Auch die Konfirmanden-Freizeitwird sicher ein Highlight sein. Befürchtet wird von Einigen, dass es viel zusätzlich zur Schulezu lernen gibt, schlimmstenfalls auch auswendig lernen oder vorlesen und vortragen müssen.Aber der erste Eindruck andiesem Wochenende war gut, weil es auch spaßig und lustigzuging. Ein schöner Abschluss, wenn auch aufgrund des nicht so sommerlichen Wetters nichtim Garten, war der Kirchenfrühschoppen mit Kuchen-und Salatspenden der Eltern und Gegrilltemsowie kalten und warmen Getränken bei musikalischen Genüssen von der Big Band derR h e i n i s c h Bergischen Bläser-Philh a r m o n i e und dem Chor Tonart. Ein kleinesBegrüßungs und Gemeindefest zugunsten des Vereins zur Förderung der Kinder-und Jugendarbeit. Danke an alle Mitwirkenden und Helferinnen und Helfer! Am ersten Juli-Wochenende folgte dann das nähere Kennenlernen der Bibel in der Übersetzung der Guten Nachricht. Wir erlebteneine souveräne und überzeugende Präsentation im Gottesdienst: Identifikation mit einzelnen Personenaus der Bibel vor dem zeitlichen Hintergrund und Darstellung in Szene, Steckbriefen undBildern. Wir werden weiterhin berichten, damit alle, die noch andere oder vielleicht auch keine Formen des Konfirmanden-Unterrichtes kennengelernt haben, sich ein Bild zusätzlich zu den „Konfi“-Gottesdiensten machen können. Wir werden beobachten und berichten,wie sich die Eindrücke der Jugendlichen verändern, welche Erfahrungen gemacht und welcheThemen behandelt werden. Nächste Termine für unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden:Samstag, 24. September, und Sonntag, 25. September
Konfirmanden-Arbeit in unserem Bezirk
Wie im Sommer angekündigt, die Fortsetzung des Einblicks in die „Herkenrather“ Konfirmanden-Arbeit: Von September bis November wurde in Hausgruppen gewirkt. Dies ist in Ergänzung zu den Treffen in der gesamten Gruppe an den Konfi-Wochenenden eine sehr intensive Form des Konfirmanden-Unterrichtes, der neben der thematischen Arbeit viele Erfahrungen innerhalb kleinerer Gruppen und im Miteinander ermöglicht. 6 Gruppen jeweils unter der Leitung von Eltern der KonfirmandenInnen trafen sich 4 mal á einer Stunde zunächst mit dem Thema 10 Gebote allgemein und nachher mit dem Fokus auf ein Gebot ihrer Wahl mit dem Ziel der Präsentation im Gottesdienst am 19.11.
Die Berichte von 3 Hausgruppen-Leiterinnen sowie 3 Konfirmandinnen zeigten: Diese Zeit hat allen - Eltern als auch KonfirmandInnen – Spaß gemacht, obwohl oder gerade weil man mal über ganz andere als alltägliche Themen in Kontakt tritt und spricht. „Die Kinder können nicht nur chillen, fernsehen, smsen oder im Internet surfen. Nein! Sie sind – neben den Anforderungen in der Schule - ganz bei der Sache das Thema 10 Gebote auf ihr und unser aller Leben, auf die heutige Welt - so schwer es auch manchmal fällt -zu übertragen.“
Für Eltern eine tolle Erfahrung, dass einerseits die Motivation der Jugendlichen Kinder kein Problem darstellt und zum Anderen für sich selbst, dass bei dieser Arbeit keine der befürchteten Hürden zu nehmen ist:“Es braucht keine tieferen Kenntnisse, man muß nicht Lehrer oder gar Religionswissenschaftler sein, man ist Teil der Gruppe“.
Da hier der Platz nicht ausreicht, steht Ausführliches im Internet.
Claudia Heidkamp
in Zusammenarbeit mit den Gruppen
Berghaus, Häck und Oberlack-Nieß
So eine Hausgruppe zu leiten und zu organisieren ist eine ganz neue Erfahrung.
Neben dem schönen Miteinander – ohne auch nur Ansätze von Ausschluß oder Mobbing einzelner - von 5 Mädchen ist es ganz toll über die Gespräche zu den 10 Geboten Kontakt zu den Kindern zu haben. Die Kinder zeigen ganz tolle Einfälle. Schon bei der Vorbereitungen wie Kuchen anbieten, Kerze anzünden, gemeinsamen Gebet sind sie ganz dabei. In der Auseinandersetzung mit den 10 Geboten haben sie tolle Einfälle der Übertragung auf heutige Ge- und Verbote , zeigen Interesse an der Schrift und der Interpretation nach Luther und nach Mose . Sie versuchen sich die Gebote selbst zu erklären und auf ihre Zeit zu übertragen und akzeptieren diese als Basis des Zusammenlebens in der Gemeinschaft.
Sie suchen sich auch nicht die einfachsten Themen aus: So fiel z.B. die Auswahl eines einzelnen Gebotes zunächst auf „ Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“. Im Endeffekt siegte dann aber doch aufgrund der besseren Übertragbarkeit „ Du sollst nicht stehlen“.
1.c Gespräch Redaktion mit Frau Oberlack-Nieß
Es ist auch für uns Eltern ein Bereicherung in dem anderen als alltäglichen Erleben der Jugendlichen zu erkennen, wie diese sich auch mit ehtisch moralischen Themen auseinandersetzen.
Auch eine wichtige Erkenntnis, dass die Motivation der Jugendlichen kein Problem darstellt. Zwar war es beim Termin kurz vor Beginn der Herbstferien etwas mühsamer, aber da merkte man auch, wie ausgepowert die Kinder von der Schulzeit sind. Trotzdem tat es dem Auseinandersetzen mit dem Thema keinen Abbruch. In der Diskussion tastete sich die Gruppe über eigene Regel-Wünsche an das Thema heran. Regeln - also Ge-und Verbote müssen für ein gutes Miteinander sein, da bestand Einigkeit. Aber sind denn die 10 Gebote nicht viel zu schwer zu erfüllen, wie kann man das denn leben ? Damit setzte man sich auseinander: Was geben diese Gebote uns heute ?
Apropos Miteinander: wie von selbst erarbeitete die Gruppe eine Gruppenstruktur. Jedem wurden – feinfühlig – nach seinen Fähigkeiten Aufgaben zugeteilt.
Nach diesem Muster widmet man sich genauer dem „Du sollst nicht Ehe brechen“.
2.) Brief von Konfis aus der Gruppe von Frau Häck –s.u. –
3.) Mail von Herrn Kalinowski
Zunächst haben wir die 10 Gebote insgesamt entdeckt und auf verschiedene Arten eine Gesamtsicht gewonnen. Unter anderem haben wir den Text im 2. Mose 20 gelesen und ein Musikvideo von den Toten Hosen geschaut (ja, zu den 10 Geboten). Dabei haben wir die 10 Gebote verglichen mit unseren Gesetzten, z. B. dem Grundgesetz als Rechtsnorm, nach der Menschen verurteilt werden können als auch mit einem Vertrag, den Gott mit den Menschen schließt. Und dazu gehört dann der Bezug zum Neuen Testament und damit zu Jesus, der mit uns einen neuen Vertrag anbietet.
Schließlich sollten die Konfis sich ein Gebot auswählen, womit wir uns intensiver beschäftigen. Gewonnen hat das letzte Gebot (na, welches ist das?). Es ging also um Neid und Begehren, was einem nicht gehört. Am letzten Abend haben wir dazu eine Collage gestaltet.
Wir hoffen, dass die Jugendlichen nicht nur einen Bezug zu den Geboten Gottes gewonnen haben, sondern auch mitgenommen haben, dass der Glaube an Jesus nicht nur etwas für die Kirche ist, sondern unseren Alltag durchzieht und bereichert. Die Hausgruppe gibt die Möglichkeit im privaten Rahmen über den Glauben zu reden, zu singen und zu beten.
Die Präsentation innerhalb der Konfi-Gruppe am Samstag vor dem Ewigkeits-Sonntag (wegen des Ewigkeits-Sonntages diesmal nicht im Gottesdienst, zeigte sehr überzeugende Ergebnisse: In bild- oder textlichen Darstellungen wurden die Meinungen der Jugendlichen aus ihrer intensiven Auseinandersetzung mit den Geboten gezeigt. Die Interpretationen zu „Du sollst nicht stehlen“ zeigt, Diebstahl ist für viele in der heutigen Zeit doch schon „Normal“ wie z.B. Steuerhinterziehung, Raubkopien von CDs u.ä. , Menschenhandel, los geht so etwas schon beim Abschreiben in der Mathe-Arbeit. Auch fehlende Arbeitsplätze werden als gestohlene Güter angesehen Alles Themen, die nach Meinung der Jugendlichen nicht verharmlost werden dürfen. Im Bezug auf Schönes und Schreckliches in unserer Welt wurde sogar ein Gedicht gefunden.
Normalität scheint heute für Junge Leute auch das Nichtbeachten von “Du sollst nicht ehebrechen“ zu sein. „Sich scheiden lassen und fremd gehen ist doch normal“ Man soll sich darauf besinnen, was in der Definition unserer Heranwachsenden Liebe ist, nämlich blindes Vertrauen, dauerhaftes Verständnis, die Ehe als Bündnis mit der Liebe, ewige Treue und eine Familie, in der sich Kinder wohl fühlen können.
Die Gruppe derer, die sich mit „Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist“ stellten fest, dass Neid auf Reichtum, Aussehen oder Sachen wie Autos, Kleidung, Tiere zur Wirkung Unglück, Unzufriedenheit und Getriebensein hat. Die jungen Leute raten daher: „Freu’ Dich auch an dem , was der andere hat !
„Du sollst nicht töten“ wird auch so interpretiert, dass man in Nachrichten, Medien, Urlaub und Ferien mit Massenmorden, Unfällen u.ä. konfrontiert wird. Als Vorstufen des Tötens werden schon alleine Gedanken, jemanden tot zu wünschen, als Nichtbeachtung dieses Gebotes gesehen. Dazu gehören auch alltägliche gesellschaftliche Erscheinungen wie Prügeleien, Beleidigungen, Lästern und Missachtung von Menschen.
„Du sollst den Feiertag heiligen“. Hier wurde ein Dialog zum Thema „Ehre den Sonntag“ gespielt und das Spannungsfeld zwischen notwendiger (berufe wie Feuerwehr, Ärzte, Tankstellen) und gewollter SonntagsUNruhe aufgegriffen. Als Wichtig wurde herausgestellt, Zeit für sich, die Familie und auch für Gott zu haben, wobei man dies so sah: „wenn ich mal alt bin, gehe ich auch sonntags in die Kirche“...oder „die Katholiken müssen ja sonntags in die Kirche gehen“
Ausruhen sie wichtig, aber eben auch Spaß haben (eher sogar wichtiger), dass man Dinge tut, die man im Alltag nicht tun kann.



