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Im Bezirk Herkenrath kann auf eine schon lange ökumenische Aktivität zurückgeblickt werden.

Für den dort aktiven Ökumenekreis ist die Ansprechpartnerin für unseren Bezirk Dorothee Sander
(E-Mail: sanderd (at) online.de ; Telefon: 02204 / 82466)

Daneben gibt es diverse regelmäßige ökumenische Angebote wie den meditativen Tanzkreis, den Ökumenischen Seniorenclub und das Taize-Gebete.

Ein Höhepunkt sind die alljährlichen Ökumenischen Herbstgespräche .

An den Feiertagen Allerheiligen und Buß-und Bettag wird in der Regel gemeinsam Gottesdienst gefeiert.

In  2015 hat sich ein ökumenischer Arbeitskreis für die Unterstützung  und Integration von Flüchtlingen gebildet, der u.a. ein regelmäßiges, monatliches Willkommens-Cafe veranstaltet . Ansprechpartnerin für unseren Bezirk ist Vera Flohr ( E-Mail: vera.g.flohr (at) gmx.de ; Telefon: 02204 / 9874074)

Kontakt zu unseren katholischen Nachbargemeinden:
•    St. Antonius Abbas Herkenrath
•    St. Joseph Moitzfeld 
•    St. Nikolaus Dürscheid
•    St. Lucia Immekeppel

Ökumenischer Willkommenskreis für Flüchtlinge in Herkenrath

Im März d. J. haben sich engagierte katholische und evangelische Gemeindemitglieder aus Herkenrath zum „Ökumenischen Willkommenskreis für Flüchtlinge“ zusammengeschlossen.

Ziel des Kreises ist, die Flüchtlinge bei uns willkommen zu heißen, ihnen, sofern möglich, Unterstützung in alltäglichen Dingen anzubieten, zu vermitteln und sie zu begleiten. Hierzu wird aktuell ein Netzwerk aufgebaut.

In Herkenrath sind zur Zeit an vier Standorten Flüchtlinge untergebracht, die aus verschiedenen Ländern und in unterschiedlichen familiären Zusammensetzungen bei uns zu Gast sind. Die Anfragen seitens der Flüchtlinge sind vielfältig: Von fehlenden Koffern, Regenschirmen und Schuhen über die Anfragen nach entsprechenden Ärzten, Kitaplätzen oder Dolmetschern, um nur ein paar zu nennen.

Darüber hinaus ist seit April 2015 ein einmal im Monat stattfindendes „Willkommens-Café“ installiert worden, bei dem es uns um das Gespräch mit den Flüchtlingen geht. Einzelne, besondere Aktionen lockern diese Nachmittage bzw. Abende auf.

Die Willkommens-Cafés finden statt im evangelischen Gemeindezentrum, Strassen, in Herkenrath, gegenüber dem Edeka-Markt:

Donnerstag, 25. Februar 2016, 15.00 – 17.00 Uhr, hier wollen wir gemeinsam musizieren
Donnerstag, 17. März 2016, 15.00 – 17.00 Uhr, wir besuchen den Tischtennisclub in Herkenrath
Montag, 18. April 2016, 18.00 – 20.00 Uhr, Spieleabend
Montag, 30. Mai 2016, 18.00 – 20.00 Uhr
Montag, 27. Juni 2016, 18.00 – 20.00 Uhr
Montag, 25. Juli 2016, 18.00 – 20.00 Uhr

Die Gemeinde ist herzlich eingeladen, Begegnung mit den Flüchtlingen zu erleben, bzw. sich einzubringen.  Eine finanzielle Unterstützung für das Willkommens-Café ist willkommen.

Unser Willkommenskreis sucht Helfer und Helferinnen, die sich zum einen an den oben genannten Terminen konkret einbringen möchten, z.B. zum Herrichten und Aufräumen des Raumes, d.h. die Zeit dort ist im voraus begrenzt auf max. 4 Stunden monatlich.

Die Arbeit im Willkommenskreis beinhaltet die Vorbereitung der Cafés, Hilfestellung bei einzelnen Flüchtlingen, z.B. Fahrten zur Kleiderkammer, Begleitung zu Behörden und Ärzten.
Darüber hinaus gibt es in Kooperation mit dem Tischtennisclub in dessen Räumen (Ball 17) zwei weitere Angebote:
-    für männliche Flüchtlinge, freitags, 15.00 – 17.00 Uhr Tischtennis
-    für weibliche Flüchtlinge mit und ohne Kinder, freitags, 10.00 – 12.00 Uhr, Bewegungsspiele.

Wenn Sie Kontakt zu Flüchtlingen haben, informieren Sie diese bitte über alle Angebote.

Wenn Sie mehr erfahren möchten: Ingrid Eck, 02207-4166, eck.hausstaetter (at) t-online.de  oder Vera Flohr, 02204-9874074, vera.g.flohr (at) gmx.de    
Stand 02/2016

Wir für Neue Nachbarn

....diesen Namen hat sich nun zunächst der Ökumenische Arbeitskreis in Bensberg gegeben.
Angelehnt an die Aktion Neue Nachbarn des Erzbistums Köln www.Aktion-Neue-Nachbarn.de  ist der Name als gemeinsamer Hintergrund für das ehrenamtliche Engagement aller ökumenischen Kreise in unserer Gemeinde zusammen mit den jeweiligen katholischen Schwesterpfarreien zu verstehen. Wir sind für unsere Neuen Nachbarn da !
In allen Bezirken unserer Gemeinde haben sich Menschen gefunden, die für ein Willkommen und Betreuung der Flüchtlinge, die in den zu unserer Gemeinde gehörenden Stadteilen leben, sorgen. Diese Menschen sind im christlichen Sinne für die Neuen Nachbarn da.
Im Stadtgebiet Bergisch Gladbach leben derzeit rd. 850 Flüchtlinge (Stand Anfang September 2015) mit täglich steigender Zuteilung. In unserem Gemeindegebiet mit derzeitigen Ballungszentren in Herkenrath und Moitzfeld lebt davon derzeit ca. ein Fünftel, auch hier wird Zuzug in Bensberg, Refrath und Frankenforst erwartet. Nun braucht es Menschen unserer Gemeinden, die auf die Flüchtlinge zugehen, sich Ihnen zuwenden, Ihnen ganz praktisch und ohne großes Aufsehen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben helfen und so versuchen ihnen einen ersten Halt in der „neuen“ Heimat zu geben. Und da gibt es Einiges zu tun! Angefangen von der Begleitung bei Arzt- oder Behördengängen über die Betreuung der Kinder bei Teilnahme an Deutschkursen oder die Beschaffung von günstigen Busfahrkarten für die Schulwege der Kinder, bis hin zur Organisation von Kleidung und Haushaltsgegenständen für und über die kirchlichen und städtischen Lager. Nicht zuletzt die Organisation von Treffen mit den Bürgern der Stadtteile und Gemeindegliedern. Oder, wie schon gehabt, einem Sommerfest in Moitzfeld oder dem Besuch des Kölner Zoos für die Kinder in den Sommerferien, der Beteiligung am Weltkindertag im Wohnpark Bensberg oder den monatlichen Treffen mit Programm im Willkommens-Cafe in Herkenrath (i. d. R. immer am 3. Donnerstag des Monats).
So trifft sich z.B. der Bensberger Arbeitskreis immer am 1. Dienstag des Monats um 18 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum Im Bungert. Der Willkommenskreis in Herkenrath trifft sich in der Regel monatlich nach Absprache. Der Arbeitskreis in Refrath hat sein Vorhaben auf den Weg gebracht, Wohnraum für eine Flüchtlingsfamilie bereit zu stellen. Weiter treffen wir uns, um auf den Tag vorbereitet zu sein, an dem auch in Frankenforst viele Neue Nachbarn unsere Hilfe benötigen.
Es bringen sich zwar schon viele Menschen aus den Gemeinden ein, aber wir freuen uns über jeden oder jede , die im Sinne der christlichen Nächstenliebe in unseren Teams mitmacht.
Claudia Heidkamp

Damit Flüchtlinge sicher mit Fahrrädern fahren, die sie in der Kürtener Fahrradwerkstatt
(in Biesfeld unter dem Penny-Markt) erhalten können, konnten mit von der Gemeinde bereitgestellten Mitteln bereits ca. 30 neue Fahrradhelme angeschafft  werden.
Wer solche Helme gut erhalten abgeben kann, bringt sie bitte dort hin oder zum Evangelischen Gemeindezentrum
Herkenrath.

Bei Interesse zur Mitarbeit oder Fragen zur
Flüchtlingshilfe wenden Sie sich an die
Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Presbyterinnen und Presbyter unserer Gemeinde.

Aktuell

Ökumenische Herbstgespräche

Angesichts der ständig zunehmenden Flüchtlingsströme erhält das Leitthema der diesjährigen ökumenischen Herbstgespräche eine besondere Brisanz. Es lautet: „Müht euch, mit allen Menschen Frieden zu halten.“ (nach Psalm 34,15)
Es finden drei Abende zu diesem Thema statt:

1. Abend: 4. November, 20 Uhr:
Ein Gott des Friedens? - Gottesbilder zu unterschiedlichen Zeiten
Die Referentin Dr. Christina Kumpmann hat über dieses Thema promoviert. Im Anschluss an das Referat ist Gelegenheit zur Diskussion.

2. Abend: 11. November, 20 Uhr:
Friedensarbeit heute - Unser Leitthema „Müht euch, mit allen Menschen Frieden zu halten,“ wird oft, unbemerkt von vielen, bereits bewusst im Alltag umgesetzt in Form eines Engagements für andere. Wie sich Menschen in Bergisch Gladbach in ganz unterschiedlicher Weise in der Friedensarbeit einsetzen, darüber berichten geladene Vertreter, z.B. von amnesty international, der Tafel, der Flüchtlingsarbeit,... an diesem Abend unter der Moderation von Torsten Steinrück.
Beide Abende finden im evangelischen Gemeindezentrum, Straßen 54, statt.

3. Abend – Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag zum Abschluss der Reihe am 18.11., 20 Uhr:
„Frieden ist nicht nur ein Wort.“
Ökumenischer Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Antonius Abbas
mit anschließender Agape.

Herzliche Einladung zu den diesjährigen ökumenischen Herbstgesprächen!           
Der Ökumenekreis

Archiv

Erstes Willkommens-Café

Am 23. April fand das erste Treffen von Flüchtlingen und Herkenrathern bei Plätzchen und Kaffee im evangelischen Gemeindezentrum statt. Von den insgesamt ca. 60 Flüchtlingen in unserem Ort kamen ca. 40 Männer, Frauen und Familien mit Kindern und verteilten sich an den von Herrn Rösch liebevoll vorbereiteten Tischen. Mutig und offen für Neues setzten sich Gemeindeglieder und andere Gäste (es kamen auch Herr Farber und einige Lehrer seines Herwi-Teams) dazu. Pfarrer Schmidt sprach eine Begrüßung, die auf Englisch und Arabisch übersetzt wurde. Er forderte die Teilnehmer auf, auf einer großen Weltkarte ihr Herkunftsland mit einer bunten Nadel zu kennzeichnen. Viele Länder erhielten eine bunte Nadel!
Es folgten rege Gespräche, oft mit Händen und Füßen, und es gab reichlich Kommunikation. Das Ziel unseres ökumenischen Willkommensteams, das diese Veranstaltung organisiert hat, ist, dass wir die Flüchtlinge kennenlernen, dass Beziehungen und am liebsten Patenschaften mit Gemeindegliedern entstehen und daraus vielleicht praktische Hilfe für diese Menschen, soweit sie dieser bedürfen.
Britta Gramstat bot Bastelangebote für die Kinder an und spielte am Ende mit ihrer Gitarrengruppe auf dem Rasen in der Sonne. Viele fühlten sich von der Musik angesprochen, stellten sich dazu und sangen oder klatschten mit.
Es war eine erste, vorsichtige Berührung, und wir sind gespannt, was daraus wird. Wir haben eine Liste mit Hilfsangeboten von Menschen aus unserer Gemeinde und Wünschen der Flüchtlinge begonnen. Falls Sie etwas anbieten wollen (Kinderbetreuung, offizielle Briefe lesen, Begleitung zu Ämtern, Deutschunterricht, Freizeitgestaltung, sportliche Aktivitäten u. ä.), bitte melden Sie sich bei Vera Flohr, Tel. 9874074, E-Mail: vera.g.flohr (at) gmx.de  oder Ingrid Eck, Tel. 4166,
E-Mail: eck.hausstaetter (at) t-online.de

Die nächsten „Willkommens-Cafés“ sind am 21. Mai und am 25. Juni jeweils um 15 Uhr in unserem Gemeindezentrum.
Bitte kommen Sie, bringen Sie sich ein – wir denken, das ist im Sinne Jesu.

Vera Flohr

Ökumenischer Willkommenskreis für Flüchtlinge in Herkenrath

Am 4. März hat sich eine Gruppe engagierter katholischer und evangelischer Gemeindeglieder aus Herkenrath zu einer ersten Sitzung getroffen, um sich gemeinsam Gedanken zu machen, wie man den Flüchtlingen in Herkenrath auf gute Weise begegnen und sie eventuell unterstützen kann.
Wir stellten fest, dass der Informationsstand zu diesem Thema sehr unterschiedlich oder gar nicht vorhanden ist. Jeder trug bei, was er wusste, und dann wurde überlegt, in welcher Weise wir uns einbringen könnten.
Es gibt 3 Orte in Herkenrath, in denen Flüchtlinge wohnen: in einem Container an der Schule wohnen 5 Familien mit 7 Kindern, im Hotel Hamm sind ca. 30 Personen sehr unterschiedlicher Nationen und familiärer Zusammensetzungen untergebracht. Und in Hecken 3 a-c befinden sich ca. 20 Männer.
Es gab einige Ideen, aber die meisten wurden wieder verworfen, weil wir merkten, dass wir erst mal wissen müssen, welche Menschen da bei uns Zuflucht gefunden haben und was ihre Bedürfnisse sind. Wir kamen überein, dass ein erster zwangloser Kontakt mit den Flüchtlingen am besten wäre, um auf weitere Ideen zu kommen. Auch haben wir gemerkt, dass es wichtig ist, bereits vorhandene Hilfsgruppen und Aktionen kennenzulernen, viel Information einzuholen, um die Kräfte zu bündeln.
Das Ergebnis: Wir würden gerne ein unkompliziertes Treffen mit den Flüchtlingen in den ev. Gemeinderäumen am Donnerstag, dem 23. April um 15 Uhr veranstalten. Wir freuen uns, wenn sich weitere Gemeindeglieder fänden, die dabei mithelfen. Genauso freuen wir uns, wenn Gemeindeglieder einfach kommen, um Begegnung mit den Flüchtlingen zu erleben.
Vera Flohr
Tel. 02204/9874074

„Wasser des Lebens“ Rückblick: Ökumenische Herbstgespräche zur Taufe

Ist eigentlich allen Christen bekannt, dass 1982 in der sogenannten Lima-Erklärung die gegenseitige Anerkennung der Taufe zwischen den Kirchen und Konfessionen verabschiedet wurde?
Bei den diesjährigen ökumenischen Herbstgesprächen erfuhren wir, dass bezüglich der Taufhandlung nur drei Elemente notwendig sind: Dazu gehören das Glaubensbekenntnis, das dreimalige Übergießen mit Wasser und die Taufformel: „Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Die Taufe, die gleichzeitig die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen bedeutet, sollte daher möglichst im Rahmen eines Gottesdienstes stattfinden, wie es in unserer Gemeinde auch geschieht.
Die Referentin des ersten Abends zum Thema „Die Taufe - Wasser, das mein Leben ändert?“ wies mit Recht darauf hin, dass die Taufvorbereitung der Eltern und evtl. der Paten als Chance für die Kirche zu nutzen sei, die Taufe nicht nur als Ritual zu erleben, sondern als Ereignis, das unser Leben verändert und den Glauben vertieft.
Dorothee Sander

Ökumenische Herbstgespräche in Herkenrath

Der Ökumenekreis kam bei der Planung für das Thema der Herbstgespräche über das den Konfessionen gemeinsame Sakrament der Taufe zu der Frage, wie es überhaupt dazu kam, dass sich die Menschen taufen ließen und was dieses Sakrament bewirkt. So entstanden dann die Themen zu den folgenden Abenden, zu denen kompetente Referentinnen gewonnen werden konnten.

Thema:„ Das Wasser des Lebens “

5.11., 20 Uhr: Die Taufe - Wasser, das mein Leben ändert? Referentin: Frau Dr. Cornelia Möres, Köln-Porz, Verlagslektorin, im PGR und in der Taufkatechese engagiert

12.11., 20 Uhr: „Ich gieße Wasser über euch und schenke euch einen neuen Geist.“ (nach Ezechiel 36, 25+26) Referentin: Frau Christina Kumpmann, promoviert zur Zeit an der Bonner Universität im Fach Altes Testament.
Beide Abende im evangelischen Gemeindezentrum, Straßen 56.

19.11., 20 Uhr: Ökum. Gottesdienst zum Buß- und Bettag und Abschluss der Reihe. „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ (nach Genesis 12, 2)
Pfarrkirche St. Antonius Abbas, Im Fronhof 28
Ökumenekreis, Pfarrer José Pérez und Pfarrer Jörg Schmidt

Hier können Sie, das Plackt herunterladen.

40 Jahre Ökumene in Herkenrath

Jubiläen verlangen einen Rückblick in die Geschichte...
So las ich in einer Chronik von Markus Weber, dass Herkenrath 1624 noch vollständig katholisch war. Ein Zeugnis dafür ist die Jahreszahl 1623 auf dem Kreuz im Kreuzhäuschen neben der katholischen Kirche, die an eine Volksmission erinnert. Diese sollte wankelmütige Herkenrather beim katholischen Glauben halten. Die größte Veränderung erfuhr das Dorf nach dem 2. Weltkrieg durch viele evangelische Flüchtlinge aus dem Osten, für die es erst ab 1964 den ersten Pfarrer und ab 1975 das evangelische Gemeindezentrum gab. 1973 fand der erste ökumenische Gottesdienst statt, dem viele weitere gemeinsame Veranstaltungen folgten. Unvergesslich ist der 6. Rheinisch-Bergische Ökumenetag 2002, der unter dem Leitspruch stand: „Miteinander glauben - Gemeinde bauen - Kirche sein“. Damit es in diesem Sinne in unserer Gemeinde weitergeht, plant der Ökumenekreis, die Gemeinsamkeiten der Gemeinden bewusst zu machen und das 40-jährige Jubiläum der Ökumene in Herkenrath in diesem Jahr  feierlich zu begehen.

Im Gegensatz zur abgebildeten Karikatur haben die katholische und evangelische Gemeinde in Herkenrath in den letzten 40 Jahren die „Ökumenetür“ geöffnet für viele ökumenische Veranstaltungen und Gottesdienste. Der erste gemeinsame Gottesdienst fand 1973 statt. Dieses Jubiläum lädt dazu ein, Rückschau zu halten und sich des gemeinsamen Schatzes bewusst zu werden.
Viele Aktive beider Gemeinden bereiten für den 5. Oktober eine Festveranstaltung vor, die um 16 Uhr in der Kirche St. Antonius Abbas beginnt mit einem Vespergottesdienst unter dem Psalmwort „Du führst mich hinaus ins Weite.“ mit Pfarrer Schmidt und Pfarrvikar Pérez. Durch die Unterstützung von  Chormitgliedern der Gemeindechöre und dem Posaunenchor erhält der Vespergottesdienst einen festlichen musikalischen Rahmen. Anschließend sind alle Besucher eingeladen, zum evangelischen Gemeindezentrum zu pilgern. Dort gibt es eine Rückschau der letzten 40 Jahre in Bildern. Den Besuchern wird eine Festzeitschrift angeboten, in der sie die Erinnerungen an die letzten 40 Jahre noch einmal nachlesen können. Bei einem Imbiss und Getränken ist dann Zeit für persönliche Gespräche. 

Ganz herzliche Einladung zu dieser besonderen Veranstaltung!

Dorothee Sander

Rückblick Herbstgespräche 2011

Der Ausspruch von Karl Rahner-  „Der Christ von morgen wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein.“ - stand als Leitthema über den diesjährigen ökumenischen Herbstgesprächen in Herkenrath.
Mit Informationen über eine Mystikerin des Mittelalters, Mechthild von Magdeburg (13.Jh.),  und einem Mystiker der Neuzeit, Karl Rahner (1904 -1984) selbst, lud der Ökumenekreis zu zwei Informationsabenden ein. Es folgte ein dritter Abend mit einem Gottesdienst und einer Agape zu den Worten von Angelus Silesius „Halt an! Wo läufst du hin? Der Himmel ist in dir…“
Die hohe Besucherzahl von ca. 60 Personen pro Abend zeigte, dass das Interesse am Thema Mystik groß war.
Souverän und kompetent brachte Frau Prof. Dr. Hildegund Keul am ersten Abend die Mystik Mechthilds von Magdeburg nahe. Um Mechthilds Texte besser zu verstehen, ist es wichtig, etwas von ihrer Biographie zu wissen. Aufgewachsen in der höfischen Kultur  einer Burg, hatte sie die Sprache des mittelalterlichen Minnesangs erlernt. Um ihre Gottesliebe auszudrücken, schrieb sie später Texte, die mit ihren erotischen Metaphern auf uns heute zunächst befremdlich wirken. Sie nutzte das ihr vertraute Sprachpotential des Minnesangs, um deutlich zu machen, was sie für Gott empfand. Als junges Mädchen verließ Mechthild die Enge der Burg und lebte in der Stadt Magdeburg als Begine. Die Beginen hatten sich, wie Frauen anderer Orden, der Armut, der Keuschheit und dem Gehorsam gegenüber Gott verpflichtet. Die Mystik der Mechthild von Magdeburg bestand darin, sich dem Geheimnis des Lebens auf die Spur zu machen, nach sich selbst, nach anderen und nach Gott. Sie versuchte ein Leben zu gestalten, das aus der Liebe lebt. „Die Liebe gebietet mir, und was sie will, das muss geschehen, worauf Gott seine Hoffnung setzt, das wage ich.“ – ist ein Ausspruch von ihr. Mit dieser Haltung geriet sie immer wieder in Konflikt mit kirchlichen Würdenträgern, die sie in ihre Schranken verwiesen und ihr Schreibverbot erteilten. Auf der anderen Seite hörte sie eine göttliche Stimme, die ihr zu schreiben befahl. Daher kam ihr Ausspruch: „Wenn ich schreibe, fürchte ich die Menschen. Wenn ich nicht schreibe, fürchte ich Gott.“ Ihren Lebensabend verbrachte Mechthild von Magdeburg im Kloster Helfta und war schreibend, im ständigen Austausch mit den Nonnen, tätig. Ihr Hauptwerk „Das fließende Licht der Gottheit“ entdeckte man 1861 glücklicherweise wieder, nachdem  jahrhundertelang niemand danach gesucht hatte. Bis heute sei Mechthild von Magdeburg ein Vorbild zu wagen, eine heilige Aufmerksamkeit zu entwickeln für sich selbst und für andere und sich leiten zu lassen von der Liebe Gottes, so beschloss Frau Prof. Keul ihr Referat. 

Pater Alfons Höfer, der frühere Leiter der Karl-Rahner-Akademie in Köln, beleuchtete am 2. Abend die Aussage Karl Rahners „Der Christ von morgen wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein.“ Vor dem Hintergrund der Aufklärung gebe es eine  zunehmende Gottesferne der modernen Menschen, die das Gefühl haben, sie kämen dank des Fortschritts und neuer Erkenntnisse gut ohne Gott zurecht. Eindrücklich machte Pater Höfer anhand der Bibelstelle, (Exodus 33, 18-23), als Mose Gottes Antlitz schauen möchte und er nur seinen Rücken sehen darf, deutlich, dass wir Gott nie unmittelbar erfahren dürfen. Nur im Rückblick auf das, was wir in der Vergangenheit erfahren haben, machen wir Gotteserfahrungen, die immer eine Gottesgewissheit  voraussetzen. In diesem Zusammenhang stehe auch das von Rahner geprägte Zitat: „Der Fromme von morgen wird ein Mystiker sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein, weil die Frömmigkeit von morgen nicht mehr durch die (…) selbstverständliche öffentliche Überzeugung und religiöse Sitte aller mitgetragen wird, (…); dass er (d.h. Gott) nur unser `Glück` wird, wenn er bedingungslos angebetet und geliebt wird; (…)“ Es gehe Karl Rahner um die persönliche Überzeugung als Person ganz auf Gott verwiesen zu sein. Das Bittgebet werde sich damit nicht nur um alltägliche Anliegen befassen, sondern man werde Gott um Gott bitten. Die christliche Mystik werde immer daran zu messen sein, dass sie den Menschen in Glaube, Liebe und Hoffnung näher an das Geheimnis des dreifaltigen Gottes bringe. Christliche Frömmigkeit werde aber nicht nur im Gebet gelebt, sondern auch am Dienst in der Welt. Die Mystik des Alltags habe dort ihren Platz, wo die Brüder und Schwestern uns brauchen oder -um es mit Dietrich Bonhoeffer zu sagen-, den Pater Höfer gegen Ende zitierte: (…), „daß man erst in der vollen Diesseitigkeit glauben lernt. Wenn man völlig darauf verzichtet hat, aus sich selbst etwas zu machen – (…), dann wirft man sich Gott ganz in die Arme, dann nimmt man nicht mehr die eigenen Leiden, sondern die Leiden Gottes in der Welt ernst, (…): so wird man ein Mensch, ein Christ.“

Dorothee Sander


 

Rehessen für Senioren

Am Samstag, den 5. November 2011, um 12 Uhr sind alle Teilnehmer des ökumenischen Seniorenkreises sowie alle Senioren, die an den kulinarischen Wildgenüssen der Jägerschaft teilnehmen möchten, herzlich eingeladen.


Anmeldungen bitte an Inge Neu (Tel. 0 22 04 / 98 16 51) oder im Gemeindebüro (Tel. 0 22 04 / 5 22 84)

Einladung zum „Tag der Stille und Besinnung“ im Haus der Stille in Rengsdorf am 5. November 2011

Einladung zu den ökumenischen Herbstgesprächen

am 5., 12. und 19. November 2009 Der Ökumenekreis in Herkenrath hat in diesem Jahr die Bergpredigt als Thema für die Herbstgespräche ausgewählt: Am ersten Abend, den 05.11.2009, gibt Herr Pfarrer Dr. Rainer Stuhlmann aus Köln eine Einführung in die Theologie und Komposition der Bergpredigt mit dem Titel „Die Bergpredigt - eine biblische Provokation“. Am folgenden Donnerstag, den 12.11.2009, hören wir von Herrn Pfarrer Josef Sauerborn Deutungsversuche zu den beiden Bibelstellen Mt 5,3 und Mt 5,43 – 5,48 unter dem Titel „Die Bergpredigt als Anstoß und Anspruch“. Beide Veranstaltungen finden um 20 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum in Herkenrath statt. Den Abschluss der Reihe bildet der ökumenische Gottesdienst am 19.11.2009 in der Kirche St. Antonius Abbas, ebenfalls um 20 Uhr, mit den Pfarrern der beiden Gemeinden. Die Leitsätze des Gottesdienstes lauten „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.“Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Für den Ökumenekreis: Dorothee Sander

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Sonntag 05. November 2017
09:45 - Gottesdienste in unseren Bezirke
Alle Gottesdienste in unseren Bezirken an diesem Sonntag finden Sie hier.
Sonntag 12. November 2017
Montag 13. November 2017
Dienstag 14. November 2017
Freitag 17. November 2017
Sonntag 19. November 2017
09:45 - Gottesdienste in unseren Bezirke
Alle Gottesdienste in unseren Bezirken an diesem Sonntag finden Sie hier.
Montag 20. November 2017
Mittwoch 22. November 2017
Dienstag 28. November 2017
Mittwoch 29. November 2017

Termin Refrath 20.11.2017, 15:00 Uhr
Senioren am Vürfels

Termin Herkenrath 21.11.2017, 19:00 Uhr
Gemeindeforum

Termin Kippekausen 21.11.2017, 20:00 Uhr
Das Taizé-Gebet

Termin Herkenrath 22.11.2017, 00:05 Uhr
Stiller Oasen-Tag

Termin Bensberg 22.11.2017, 14:30 Uhr
Altenklub Bensberg