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Unsere Partnerschaften

Partnerschaft der Kirchenkreise: Aktueller Bericht

Partnerschaft der Kirchenkreise
Köln-Rechtsrheinisch und Kalungu, Demokratische Republik Kongo

Im Bewusstsein der Verbundenheit aller Christen, hat der Kirchenkreis Köln- Rechtsrheinisch 1990 Verbindungen zu den Kirchenkreisen Buricà (Brasilien), Kaohshiung (Taiwan) und Kalungu (damals Zaire) aufgenommen. Durch von  Gemeinden getragene Partnerschaften sollte der Austausch und Dialog über theologisches Denken und Handeln in der Ökumene gepflegt und den Gemeinden ein exemplarisches Lernen vor Ort ermöglicht werden.

Der Kirchenkreis Kalungu

gehört mit seinen 16 Gemeinden zur Communauté Baptiste au Kivu (CBKA), später erweitert zur Baptistischen Kirche im Zentrum Afrikas (CBCA).
Kalungu liegt im Osten (im Kivu) des Kongo, 50 km von der Regionalhauptstadt Goma entfernt, nahe der Grenze zu Ruanda. Die Zentrale der Baptistischen Kirche ist  in Goma.
Hervorgegangen aus einer amerikanischen Missionskirche, war sie nach der 1959 erlangten Selbständigkeit fundamentalistisch, moralisch geprägt. Eine neue Generation von ausgebildeten Theologen versuchte dann, eher den afrikanischen Bedürfnissen in Diakonie und Seelsorge gerecht zu werden. Die CBCA ist wie unsere Rheinische Kirche Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), einem Zusammenschluss von Kirchen in drei Erdteilen, die zusammen arbeiten, die Verantwortung teilen und gemeinsame Beschlüsse fassen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

Partnerschaft
soll die Einheit der Kirchen bezeugen, Vertrauen schaffen und Brücken in der Welt bauen über alle Grenzen hinweg. Die Partner lernen trotz aller kulturellen Unterschiede, auf einander zu hören und wechselseitig von einander zu lernen.
Um das zu erreichen, braucht es gegenseitige Informationen, vor allem aber menschliche Begegnungen durch regelmäßige Besuche, um sich kennen zu lernen, die je eigene Kultur zu erklären, die Bibel zu lesen, Argumente auszutauschen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Solche Besuche haben 1993, 1999, 2003 und 2011 in Köln und 1990 und 1998 in Afrika stattgefunden. Sie wurden in den Gemeinden von vielen nicht nur als interessant, sondern auch als bereichernd und motivierend erlebt.
Höhepunkte waren die internationalen Begegnungen aller 4 Kirchenkreise 2003 und 2011 in Köln. Das Motto in 2003 lautete: „Alle in einem Boot“, das Thema in 2011: „Wo dein Herz ist…“ (das Thema des Kirchentages in Dresden). Die Vorbereitung und Durchführung dieser  ökumenischen Begegnungen war eine große Bereicherung und ein Geschenk für alle, die teilgenommen haben. Die Erfahrung der Vernetzung über die ganze Welt mit Menschen gleichen Glaubens im Geiste Jesu Christi hat die Partnerinnen und Partner und auch die Mitarbeitenden aus den Gemeinden unseres Kirchenkreises bewegt und sehr ermutigt, auch in Zukunft weiter aufeinander zuzugehen.
Die sehr herbeigesehnten Besuche in Kalungu wurden immer wieder vorbereitet, mussten dann aber mehrfach wegen der Kriegssituation im Kongo abgesagt werden.
Um die Vorhaben umzusetzen, arbeiten in Köln und Umgebung sieben Gemeinden für die Kirchenkreispartnerschaft mit Kalungu zusammen. Ein großes Projekt zur Unterstützung der Landbevölkerung in Kalungu wurde 1996 auch mit Hilfe des Evangelischen Entwicklungsdienstes finanziert und fertig gestellt: Die Entbindungsstation in Kalungu wurde in den folgenden Jahren durch mehrere Gebäude zu einem Krankenhaus ausgebaut. Nun gibt es dort einen Arzt und acht Krankenpfleger und Pflegerinnen.

Probleme
1990 galt der Kirchenkreis Kalungu als einer der ärmsten in der Baptistischen Kirche des Kongo. In ihm leben Menschen vieler verschiedener Stämme, vor allem zahlreiche Zuwanderer aus Ruanda. Es war daher schon immer ein Anliegen der Kirche, das Zusammenleben der Menschen  mit verschiedener Herkunft zu unterstützen.
Der seit 15 Jahren andauernde Krieg im Osten des Kongo mit zahlreichen, wechselnden Kriegsparteien im Land und außerhalb der Landesgrenzen hat den Kirchenkreis Kalungu in besonderer Weise betroffen: Flüchtlingsströme nach dem Völkermord in Ruanda, vertriebene Dorfbewohner, Flucht der Landbevölkerung in die großen Städte auf der Suche nach Unterkunft und Arbeit, Kriegswitwen und -waisen, plündernde Soldaten und verwüstete Felder. Kinder werden als Soldaten, Mädchen als Sexsklavinnen entführt. Die Eltern können das Schulgeld nicht bezahlen. Hunger und Elend immer wieder.

Seit dieser Zeit trägt der Staat auch immer weniger zum sozialen Leben bei:
- keine Gesundheitsversorgung,
- kein Gehalt für die Lehrer,
- keine Straßen,
- keine Sicherheitsmaßnahmen.
Es sind die Kirchen, die das soziale Leben organisieren, mit Schulen, Erwachsenenbildung, Gesundheitseinrichtungen und Nothilfe. Manchmal ist Hilfe nur mit tagelangen Fußmärschen und Gefährdung der eigenen Person zu erreichen.

In dieser schwierigen Lage haben die Menschen in und um Köln, aber auch der Kirchenkreis mit finanziellen Mitteln mitgeholfen, Missstände zu beheben und den Partnern zu helfen.

Die Partnerschaftsarbeit sollte von Anfang an auf die menschliche und solidarische Gemeinschaft der Christen ausgerichtet sein mit Schwerpunkt auf Austausch von Gemeinde - Erfahrungen, gemeinsamen Planungen von Aktionen, Gottesdiensten und Gemeindefesten. Die Mitarbeiter des Arbeitskreises Kongo halten die Gemeinden in Informationsartikeln im Gemeindebrief über die Partnerschaftsarbeit auf dem Laufenden. Die Wirklichkeit aber zeigte sich unbarmherzig: der Krieg im Kongo machte viele Vorhaben zunichte, die Christen in Deutschland mussten mit viel Geld aushelfen an Stelle lebendiger Begegnungen und  bereichernder Erfahrungen.

Trotz aller schlimmen Erfahrungen hat der Kirchenkreis Kalungu einen positiven Weg genommen. Die kirchlichen Mitarbeiter arbeiten weiter an den angefangenen Aufgaben. Die Schulen wurden wieder hergerichtet, das gestohlene Holz von Türen und Fenstern ersetzt. Das Dach gedeckt. Maismühlen wurden gekauft, um das schwere Leben der Frauen zu erleichtern.
Ein Gemeindezentrum im krisengeschüttelten Masisi wurde gebaut. Dort sollen vergewaltigte Frauen und Mädchen Unterkunft finden, einen Kredit erhalten, um z.B. durch eine Nähmaschine den Unterhalt für sich und das Kind zu verdienen. Entlassene Kindersoldaten lernen einen Beruf. Junge Menschen versammeln sich zu Fortbildungsveranstaltungen. Friedenserziehung findet in allen Gruppen statt. Die Lehrer erhalten Ausbildung und Gehalt.

Aber es ist nicht das Geld allein, das unsere Geschwister tröstet und ihnen Mut zum Überleben gibt, sondern die damit ausgedrückte Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der Menschen hier in Deutschland wie auch die beim katastrophalen Ausbruch des Vulkans in Goma erfahrene Solidarität der Geschwister aus Brasilien und Taiwan. Auch das Wissen darum, dass hier Menschen für sie beten, bedeutet ihnen viel.

Die Partner in Köln setzen sich für die Belange der Kongolesen auch im politischen Bereich ein: Unterschriftenaktionen und Briefe an deutsche und kongolesische Politiker wurden geschrieben. Darum engagieren sich die Gemeinden hier auch weiterhin, schreiben Briefe, organisieren Gemeinde- und Partnerschaftsfeste, feiern Gottesdienste, um die Verbindungen am Leben zu halten und zu vertiefen.

Cornelia Kesten im Mai 2009, aktualisiert Nov. 2012, Helena Gaida

Ansprechpartner in Herkenrath: Helena Gaida, Tel. 02204-83736

Übersicht
Die baptistische Kirche in Zentralafrika 
Communauté Baptiste au centre de l’Afrique – CBCA

entstand aus der Mission baptistischer Kirchen aus Amerika und ist als CBK –Baptistische Kirche im Kivu seit 1960 selbständig.
Ihr Logo: Jesus das Alpha und Omega all unserer Aktivitäten.
Ihr Auftrag: den ganzen Menschen erreichen, unterrichten, ausbilden, ihm dienen, dem Körper, der Seele, dem Geist.
Dazu gehört von Anfang an ein politisches Engagement. Ihre Heimat ist der Osten der demokratischen Republik Kongo, vormals Zaire. Der Sitz der Kirchenleitung liegt in Goma, nahe der Grenze zu Ruanda.
Die CBCA hat 450.000 Mitglieder (inklusiv Kinder), und setzt sich aus 15 Kirchenkreisen zusammen, an deren Spitze jeweils ein verantwortlicher Pfarrer steht. Ihre 404 Gemeinden werden von 524 ordinierten Pfarrern geleitet. 

Ein Schwerpunkt der Arbeit der Kirche liegt auf der Aus- und Weiterbildung auf verschiedenem Niveau. Sie unterhält  Krankenhäuser, Gesundheitsstationen und soziale Zentren. Die Kirche  unterhält Kindergärten, mehr als 400 Grund- und Oberschulen mit zum Teil praktischer Ausbildung. Sie unterhält 2 Bibelschulen und hat die Freie Universität im Land der großen Seen (ULPGL) mit begründet. Die Sprachen der Kirche sind Kisuaheli und Französisch, zunehmend auch Englisch.
Aktivitäten und Projekte werden von den Gemeinden selbst in die Wege geleitet und meistens selbst durch Kleinprojekte zur Selbstfinanzierung umgesetzt.
In diesen Zeiten fehlender staatlicher Strukturen und katastrophaler Kriegsauswirkungen im Kongo organisieren die Kirchen das soziale Leben, beherbergen Flüchtlinge, versorgen Kriegswaisen, bilden Frauen weiter, halten Seminare nicht nur zur Evangelisation sondern auch zur Gesundheitsvorsorge und zur Friedensvermittlung ab.

Die CBCA ist Mitglied der Kirche Christi im Kongo –Eglise du Christ au Congo - ECC, der Vereinigung 64 protestantischer Kirchen im Kongo, der Konferenz für Gesamt-Afrika (CETA) und der  baptistischen Weltallianz (ABM).
Welche Wertschätzung die Kirche genießt, ersieht man aus der Wahl ihres Leiters zum Vorsitzenden des neu gewählten Senats in der Hauptstadt Kinshasa (Mai 2003). Die CBCA ist ein Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission, einem Zusammenschluss von Kirchen in drei Erdteilen.

Der Kirchenkreis Kalungu
besteht aus 16 Gemeinden, von denen wegen des Krieges einige nicht mehr lebendig sind. Die anderen sind durch die große Zahl der Flüchtlinge angewachsen und belastet. Durch Kriegshandlungen, Überfälle und Vertreibung ist die Bevölkerung verarmt. Hunger und Krankheiten nehmen zu.  Projekte zum Unterhalt der Gemeinden und zur Hilfe für die Menschen können mit großem persönlichem Einsatz und auch mit finanzieller Unterstützung von den Partnern im Ausland durchgeführt werden.

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Spenden an unsere Gemeinde, selbstverständlich auch für alle unsere Projekte, die Sie auf dem Überweisungsschein angeben an:

Evangelische Kirchengemeinde Bensberg,

IBAN: DE79 3506 0190 1010 9250 17
BIC: GENODED1DKD

KD-Bank eG, Dortmund,


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