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08.12.2009, 01.43 Uhr

Rückblick auf den 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 Berlin / Wittenberg Du siehst mich ( Mose 16,13)

Mehr als 50 Menschen aus unseren Gemeindebezirken unterschiedlicher Altersklassen machten sich auf den Weg nach Berlin, mit Bus, Auto, Bahn oder Flugzeug.
Man traf sich im Hotel, mit privaten Gastgebern, oder am Abend der Begegnung oder zu den – mal wieder weit mehr als 2500 - Veranstaltungen.
Kirchentag in der Bundeshauptstadt…. anders als andere Kirchentage…. Vor allem die Präsenz der Polizei mit Gewehren im Anschlag. Schade, dass dieses Bild nun zu Großveranstaltungen dazu gehört. ..und auch weniger Teilhabe der Bevölkerung, die Kirchentagsbesucher „verschwinden“ eher in der Größe Berlins, daher auch z.B. weniger christliche Gesänge in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber an den größeren Plätzen mit den Open Air-Bühnen und vor allem im Messegelände das übliche bunte Treiben. In dem vielfältigen Angebot war wieder für jeden etwas dabei.

Jeder Tag hat seine Struktur.
So startet für die Meisten der Tag mit einer Bibelarbeit: z.B. Bibelarbeit mit zwei Moderatoren und sehr gelungener Hinzufügung von Musik.
U.a. eine Bibelarbeit in der Sophienkirche zum Thema sex. Gewalt/Missbrauch mit Pater Mertens und einer Bischöfin der Nordelbischen Kirche, die dieses Thema beruflich bearbeitet hat.
Oder die zur Zachäusgeschichte: Die eine stellt sich die Frage „Wofür stehen wir heute noch an? Wofür klettern wir auf Bäume?“
…oder eine christlich-muslimische Auslegung bei der der Muslime die Geschichte  total anders liest und beide Gesichtspunkte einfach neben einander stehen bleiben können.

Gefolgt von Tagzeiten – Gebeten an unterschiedlichsten Orten ; Offenem Singen – man lernt das Kirchentags-Liederheft in unterschiedlichster Weise kennen - , Podien, Workshops, Konzerte als Großveranstaltungen -  wie z.B. dieses Jahr der Abschied der Wise Guys als langjährige Kirchentagsbegleiter-  oder auch kleine feine Musikerlebenisse in Kirchen oder auf Open-Air-Bühnen, z.B. Giora Feidmann spielt Beatles …aber doch lieber Klezmer!, Lesungen, Festgottesdienste – z.B. in St. Marien : Ein sehr beeindruckendes Erlebnis, insbesondere weil Teil  die Uraufführung von oratorischen Skizzen über das Leben – und die Kämpfe, die er mit sich ausführte -  des ersten Kantors und Pfarrers an St. Marien war. Spitzenkategorie von Kantorei und Orgel, da konnte es einen schon leicht gruseln, wenn voll gesungen wurde. -  Nachtsegen überall in der Stadt…. u.s.w.

Und zwischendurch Besuch des Marktes der Möglichkeiten, dort ins Gespräch kommen, und vielleicht ein Streifzug durch die Kirchentagsbuchhandlung oder die –shops.

Freitags gibt es die sog. Feierabendmahle, in den die Gemeinden / Bezirke, in denen Gastgeber ihre Gäste in ihre Gemeinden einladen:
Ein interreligiöse Mahlfeier: Christen, Muslime und Juden feierten ihren eigenen Ritus, wobei die anderen eingeladen waren, dabei zu sein. Christliches Abendmahl, der Anfang des Ramadans und die Begrüßung des Sabbats. Der jüdische Vorsänger und derjenige, der den Koran rezitierte, haben sehr eindrucksvoll gesungen. Am Schluss noch eine gemeinsame Mahlzeit.

Bei derart vielen Erlebnissen stellt man sich auch immer wieder die Frage: Was davon können und wollen wir in unserer Evangelischen Kirchengemeinde Bensberg umsetzen?
Manche Impulse sind sicher machbar, wenn wir „gemeinsam unterwegs“ sind und es nicht nur auf einzelne Bezirke beziehen.
Erfahrungen gibt es ja z.B. schon mit Kabarett: wie hier nun erlebt das (kölsche) Kabarett  Klüngelbeutel zum Thema Djihad in Wittenberg: Martin Luther und eine junge Frau, türkischer Abstammung, mit Kopftuch, treffen sich und stellen nach anfänglichen Schwierigkeiten (für Luther ist der Türke ein Abgesandter des Teufels) fest, dass man doch durchaus etwas vom anderen lernen kann.
Oder auch mit Kinogottesdienst:  In Gethsemane gab es einen Kinogottesdienst, der von einer Gruppe aus St. Augustin entwickelt wurde. Junge Leute von ü15 bis u40. Hervorragend! Eine besondere Spannung Biblische Botschaft mit einem „anderen Reiz“thema zu kombinieren.

Reizvoll war deshalb auch eine Diskussion mit einer (stramm) lutherischen Professorin aus den USA und der Kirchentagspräsidentin zum Thema  ecclesia semper reformanda. Statt Taufwasser Schokoladesauce  zu nehmen, ist  schon abartig. Aber dass wir immer wieder prüfen müssen, wie die Zeit heute tickt und was die Menschen verstehen und wollen, und das wir das auch akzeptieren, das ist zwingend. Insofern eben doch semper reformanda – auch wenn wir Älteren es vielleicht furchtbar finden.

Dann war ja diesmal der Veranstaltungsort nicht nur Berlin, sondern im Jubiläumsjahr der Reformation auch die Lutherstadt Wittenberg.
Und in verschiedenen Städten Mitteldeutschlands wie z.B. Magdeburg, Leipzig auch der „Kirchentag auf dem Weg“.
In Wittenberg war das Festwochenende mit dem  Abschlussgottesdienst auf den Elbauen ein Höhepunkt.
Viele der Bensberger Gruppe waren auch bereits nach Hause und haben diesen Abschluss aus logistischen Gründen vermieden, aber im Bus online verfolgt.  Schade!.....denn es war – wenn auch bei brütender Hitze – wirklich ein Gottesdienst mit vielen Impulsen zu  
Vor allem der Fußmarsch von und zu den Elbauen / Bahnhof Wittenberg von jeweils einer knappen Stunde durch die Hitze fiel schwer. Aber Pfadfinder versorgten uns ausreichend mit Wasser.

In Wittenberg wird noch bis zum 10. September 2017 mit der Weltausstellung Reformation der Reformationssommer mit tollen Programmpunkten www.r2017.org   weitergefeiert.  
Die ganze Stadt ist eine große Open-Air-Ausstellung mit dem Titel „Tore der Freiheit“, sinnbildlich für die Tore, die die von hier ausgehende Reformation aufgestoßen hat.
Gleich bei der Ankunft am Bahnhof  wird der Besucher von einer überdimensionalen Lutherbibel empfangen, die zwischen den “Buchdeckeln” ein Treppenhaus zur einer Aussichtsplattform enthält.
Besonders ist das 360 Grad-Panorama des Künstlers Yadegar Asisi zu bewundern. Von einer Plattform blickt man auf das 1100 Quadratmeter große Werk “Luther 1517”, das viele einzelne Szenen und Geschichten der damaligen Zeit vom Schlossplatz in Wittenberg aus darstellt. Der Zuschauer erlebt durch eine Lichtinstallation die Stadt vom Aufgang der Sonne bis zur Nacht, unterstrichen von einer entsprechenden Geräuschkulisse. So wird jeder mit fast allen Sinnen in die damalige Zeit versetzt!
Im ehemaligen Gefängnis der Stadt Wittenberg erhielten 70 internationale Künstler jeweils eine Zelle, in der sie ihre Vorstellung von der “Reformation heute” in Bildern, Plastiken, Filme und Collagen darstellen. Die Werke regen alle zum Nachdenken über Freiheit, Religion, Konsum, Gerechtigkeit und vieles andere mehr an. So trägt die Ausstellung zu Recht den Namen “Luther und die Avantgarde” (= Fortschritt). Besonders ergreifend die Darstellung der sogenannten Brotmännchen, die Gefangene in diesem Gefängnis aus Brotresten, Speichel und Salz geformt haben, kniend und betend.  
In den Elbauen befindet sich ein Projekt, das einen besonderen Wert hat: 500 Bäume sind dort gepflanzt worden, die alle von verschiedenen Gemeinden gestiftet worden sind. Jeder Baum ist gekennzeichnet mit Namen und Herkunftsort.
An der Stadtkirche eine Installation von Türen. Welche Türen hat die Reformation aufgestoßen, welche Türen öffnet heute die Arbeit der Diakonie ?  
Der Torraum Jugend: Futuristische Sitzgelegenheiten in einem Baumstamm-Parcour, einem Symbol für den „Irrgarten der Jugend“, in dem man Bibelzitate lesen und hören kann.
Auch wenn An-und Abreisen sehr anstrengend und mühsam war, so hat es sich mal wieder gelohnt.  Sehr inspiriert von unterschiedlichsten Eindrücken, Erlebnissen tragen wir sicher auch Neues in unseren Gemeindealltag.
Einen ersten Eindruck gab  bereits unser Herkenrather Gottesdienst Anfang Juli, in dem wir verschiedenste Kirchentagseindrücke in die Gemeinde getragen haben. Dieser Sonntags-Gottesdienst war daher auch sehr bunt und lebhaft und es entstand der Eindruck, dass einige noch Kirchentags-Unerfahrene sich von der Vielfalt der Eindrücke begeistern ließen und  neugierig auf Kirchentag geworden sind.
Wir planen in 2 Jahren nochmal – wie damals in Köln -  einen Tag ein Schnupperprogramm für Interessierte anzubieten. Dortmund ist nicht weit.
 
Claudia Heidkamp u.a. mit  Zulieferungen von Rainer Beerhenke,
Leny Gaida,  Johannes Lapp,  Marion Rauber, Dorothee Sander.





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Termin Bensberg 11.12.2019, 14:30 Uhr
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