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14.03.2020, 15.57 Uhr

Monatsspruch: April/Mai

April:
Es wird gesät verweslich und wird
auferstehen
unverweslich.
1. Korinther 15,42

Mai:
Dient einander als gute Verwalter der
vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!    Petrus 4,10

Seit Kurzem gibt es in der Firma für die ich arbeite einen Manager Diversity – ins Deutsche übersetzt ist das ein Leiter für Vielfältigkeit. Was soll das sein? Viele meinen, dass dies das ausgeglichene Verhältnis Männer und Frauen meint, für Manche ist es die ethnische Vielfalt, für manche steht Vielfalt einfach nur für ein tolerantes Arbeitsumfeld. Vielleicht ist das schon ein erster guter Schritt, der Vielfältigkeit Raum zu geben, in dem man die Interpretation einfach mal offenlässt. Firmen, die sich der Vielfältigkeit in ihrer Firmenkultur verschrieben haben und sie so auch leben, sollen erfolgreicher sein als andere, weil sie Probleme früher erkennen und adäquater darauf reagieren können.
Wie unser Monatsspruch Mai zeigt, ist dieser Grundgedanke nicht neu: Da mahnt der unbekannte Briefeschreiber (mit großer Sicherheit handelte es sich nicht um den Apostel Petrus) die frühe christliche Gemeinden Kleinasiens, Vielfältigkeit zuzulassen. Man kann nur mutmaßen, warum dies notwendig war. Die frühen Gemeinden bilden sich sehr schnell und unterschiedliche Strömungen und vermutlich auch Machtkämpfe erscheinen wahrscheinlich.  Ich könnte mir vorstellen, dass es einzelne „Manager“ waren, die die Richtung zunächst vorgaben und so zunächst für schnelle Erfolge sorgten, vielleicht entstand dann aber auch alsbald ein Machtvakuum – wir können das nicht wissen, es kommt einem nur allzu menschlich vor. Langfristiger Erfolg kann aber nur dort bestehen, wo ein breiter Konsens über die grundsätzlichen Regeln und Normen besteht. Vielfältigkeit bedeutet auch Toleranz, den Willen zuzuhören, flache Hierarchien und nicht zuletzt einen großen Schluck Geduld. Dazu kommt, dass wir uns erst einmal mit uns selber beschäftigen müssen, um uns zu fragen „Wer bin ich? Was macht mich als Mensch aus? Was kann ich gut?“ und neugierig mein Gegenüber zu fragen „Wie sieht es bei Dir aus?“. Anstatt in unserer Meinungsblase zu verharren, sollten wir uns freuen, mit Menschen zu tun haben zu dürfen, die anders sind als wir. Als christliche Gemeinde können wir nur funktionieren, wenn wir uns als Gemeindemitglieder auf Augenhöhe begegnen (einander dienen), gehen aber auch die Verpflichtung ein, für Vielfalt und Toleranz in unserer Gesellschaft einzutreten. Als Christinnen und Christen, als Menschen, sind wir nur die Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes auf Erden; nicht zufällig werden die PresbyterInnen mit einem ähnlichen Votum aus dem 1. Korintherbrief in ihr Amt eingeführt („Es sind verschiedene Gaben, aber nur ein Geist…“).     Silke Hörstgen

April - 2020
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