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02.08.2018, 11.58 Uhr

Monatsspruch:

November:
Gott spricht: Sie werden weinend kommen,
aber ich will sie trösten und leiten.
Jeremia 31,9

Dezember:
Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
Jesaja 58,7

Januar:
Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“ Herr, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!
Psalm 4,7

Ich möch su jän ens kriesche, Doch kriesche darf m‘r nit (Ich möchte so gerne weinen, Doch weinen darf man nicht)
So singt die seit 50 Jahren aktive Kölsche Kultband „Bläck Fööss“ mit schwungvoller Melodie in ihrem Lied „Indianer kriesche nit“ youtube.com/fVTxCqdCnrE) weiter:
Ich möch su jän ens kriesche, Weil et mir manchmol donoh es (Ich möchte so gerne weinen, Weil es mir manchmal danach ist)
und bringt damit zum Ausdruck, dass wir Weinen von je her als Schwäche sehen, denn:
Schon als kleine Jung weed dir jesaat, Indianer kriesche nit (Schon als kleiner Junge wird dir gesagt, Indianer weinen nicht)
Mädche dürfe kriesche Indianer dürfe dat nit (Mädchen dürfen weinen, Indianer dürfen das nicht)
Gerade wir Protestanten neigen ja wohl dazu - mal abgesehen davon, ob wir kölsche Lieder singen ☺ - mit Stärke und Glaubensgewissheit den Weg durchs Leben zu meistern. So recht „preußisch protestantisch“, wie es eine Freundin ausdrücken würde. Das Leben schlägt aber doch oft einen anderen Ton an und stellt uns häufig genug in Situationen, wo uns zum Heulen ist und wir Stärke und Sicherheit verlieren.
Besonders in diesem Jahr wurde uns allen, auf der ganzen Welt, alleine durch die Pandemie – und  dazu jede persönlich zu meisternde Lebenslage - ganz viel Sicherheit genommen. Wir alle sind weiterhin unbeholfen, fühlen uns alleine, überfordert, ängstlich, traurig....
Wir haben unser Leben nicht mehr im Griff, sondern das Leben uns. Und da sagt uns Gott hier zu: Weinen ist erlaubt ! Bei Gott findest Du Trost und Geleit !Es erlaubt und selbstverständlich, traurig sein zu dürfen. Und ER hat uns im Griff und behütet und leitet uns!
So steht es im sog. „Trostbüchlein“, den beiden Kapiteln 30/31 im Buch des Propheten Jeremia. Liebevolle Zuwendung Gottes und Zukunftshoffnungen sind Thema. Sonst handelt dieses Buch mehr von Gottes Gericht mit dem Volk Israel und vor allem denen, die ihn ablehnen.
ER spricht hier allen Menschen zu „ich habe Dich schon je und je geliebt“ (Jeremia 31,3) und geht einen neuen Bund mit ihnen ein (Jeremia 31,31).
Wie glücklich sind wir, dass wir daran glauben dürfen und unsere Sehnsucht gestillt wird. Unserem Leben wird mit dieser Zusage eine neue Richtung gegeben, in eine mutige und tröstliche Zuversicht. Das ist mehr als ein „Kopf hoch“. Da ist eine zuverlässige Beziehung. Gott liebt uns und lässt und nicht allein. Egal, ob wir an ihn glauben oder ihn eher ablehnen.
Claudia Heidkamp

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Samstag 03. Oktober 2020

Termin Gottesdienste 06.12.2020, 09:45 Uhr
Gottesdienste in unseren Bezirken

Termin Kippekausen 06.12.2020, 18:00 Uhr
Adventsvesper

Termin Refrath 09.12.2020, 19:30 Uhr
Ökumenische Adventsandachten: dieses Jahr im Vürfels!

Termin Gottesdienste 13.12.2020, 09:45 Uhr
Gottesdienste in unseren Bezirken

Termin Refrath 15.12.2020, 19:30 Uhr
Klavierkonzert junger Künstler im Dezember