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28.08.2021, 20.29 Uhr

Monatsspruch September 2021:

Ihr sät viel und bringt wenig ein;
Ihr esst und werdet doch nicht satt;
Ihr trinkt und bleibt doch durstig;
Ihr kleidet Euch und keinem wird warm;
und wer Geld verdient,
der legt’s in einen löchrigen Beutel
    
                                 (Haggai 1,6)

So die Worte Gottes übermittelt durch den
Propheten Haggai an das nach dem baby­lo­nischen Exil nach Jerusalem zurückgekehrte Volk Israel um 520 vor Chr. Und er fordert auf:

Achtet doch darauf, wie es Euch geht!

Und heute, 2500 Jahre später, gilt genau so:

Denkt mal darüber nach, wie es euch geht!

Wie ist denn eure augenblickliche Lage?
Was bewegt euch?

Damals war es die Neuerrichtung des Tempels um
Gott wieder eine Wohnung als Zentrum des
Denkens und Glaubens zu geben.  Eine Sehnsucht
nach Gottes Nähe.

Und heute?

Träume von Wachstum, Sicherheit,
Gesundheit, Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit
….Vielfalt, Buntheit, Schönheit. Reichtum.

Und wie ist das zu erreichen?

Alle Arbeit und alles Streben richten sich auf
gutes Wohnen, gutes Essen und Trinken,
moderne Kleidung, hohes Einkommen und
Ersparnisse, hoher Lebensstandard rundum.

Ist das wirklich so?  
Werden so die Erwartungen erfüllt oder nicht eher
enttäuscht?

Gottvergessenheit herrscht vor.

So zerrinnt alles über kurz oder lang.

Die geistliche Heimat fehlt.

Sachen und Dinge geben keinen Frieden,
keine Zufriedenheit, kein Miteinander.

Leben gelingt dann, wenn es auch ein geistliches
Leben gibt.

Das bedeutet: Blickrichtungen verändern,
Prioritäten verschieben, Herzen nicht zu eng
fassen. Gedanken und Handeln nicht nur auf
Eigenes ausrichten, sondern empathisch und
feinfühlig den Horizont auf die Solidarität mit
den Mitmenschen weiten.

Im alten Jerusalem wartete Gott darauf, dass
man sich des Bundes mit Ihm erinnert und die ihm
entgegengebrachte Treulosigkeit endete. Ein
Ort, ein Treffpunkt der Menschen, an dem von Gott
erzählt und er gewürdigt wurde, sollte zunächst
mal wieder errichtet werden.

Dieses Warten dürfte heute wieder Gottes Tun
bestimmen.

Er hat uns genügend und deutlich aufgeweckt:
Die weltweite Pandemie, die Unwetter –
Katastrophen: Stürme, Fluten, Feuer; Erdbeben,
Kriege, gescheiterte Hilfsaktionen.

Da mögen Fragen aufkommen, ob dies alles ein
Gott der Liebe zulassen kann.
Aber das ist doch nicht einseitig. Auch er will
geliebt sein und erwartet Demut und
entsprechendes Handeln.

Überlegt mal, wie es Euch geht!
Denkt mal über Euch nach!


Wir beklagen Vieles, suchen Schuldige, sogar Gott
wollen wir als ‚strafend’ verantwortlich machen,
bevor wir unser eigenes Verhalten hinterfragen
und verändern.

Gottesdienst ist gefragt: das heisst Respekt und
Achtung für und Dienst am Nächsten – nicht wir
selbst haben Vorrang – und an Gott im Alltag, nicht nur
sonntags. Keine Bequemlichkeit.

Nehmen wir Gottes Weckrufe ernst und öffnen
uns, indem wir Gottesdienst tun für eine Welt in der
Gerechtigkeit und Liebe wohnen.

Eine Schlüsselrolle für Wohlergehen und damit
eine hoffnungsvolle und leuchtende Zukunft.

Amen.

                                                                       Prädikantenanwärterin Claudia Heidkamp

 

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