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Solhøgda Sommer 2022 – Ein Rückblick

Mittwochnachmittag, 17 Uhr. Jetzt nur noch schnell packen, schließlich wollen wir ja in 4 Stunden losfahren. Als verantwortungsvoller Mitarbeiter, bin ich natürlich der letzte, der am Treffpunkt erscheint. In den darauffolgenden zwei Wochen wird sich zeigen, dass Pünktlichkeit auch bei den Teilnehmenden so eine Sache ist…
Nach mehrmaligem Durchzählen und verladen des Gepäcks beginnt die Reise. Erste Kontakte werden geknüpft und es wird sich viel unterhalten. Die Vorfreude und noch auch die Energie sind groß. Mit der Fähre geht es von der Nordspitze Dänemarks nach Kristiansand in Norwegen und von dort aus weiter nach Solhogda, unserem Zielort. Als der erste See inSicht kommt, klatschen ca. 30 Handys und Gesichter an die Fensterscheiben und knipsen ganz à la Touribus. Mit der 27-sten Szenerie von Holz, Wasser und Stein wird auch das langsam weniger… Am Haus angekommen, ein Schock nach dem anderen: „Wir haben keine Schränke, soll ich etwa aus dem Koffer leben?“ „Wieso sind hier nur 2 Steckdosen im Zimmer?“ „Die nächste Tankstelle ist wie lange entfernt? Drei Stunden zu Fuß?!“ „Hier gibt es kein Wlan?“ „Alter, man kann ja alles hören, was in den anderen Zimmern gesagt wird.“
Die anfänglichen Schocks sind schnell überwunden und schon bald Nebensache, denn mit dem Fußball-, Beachvolleyball- und Basketballplatz, dem 10 Minuten entfernten See und dem tagesfüllenden Programm, gibt es bald viel anderes zu entdecken und zu erleben.
Noch vor dem Frühstück versammeln sich auf freiwilliger Basis einige zum Frühsport. Anschließend gibt es im Plenum und in den Kleingruppen etwas zum Denken, wo über Themen wie Selfcare, Hate und Werte gesprochen wird. Nach dem Mittagessen steht dann das „allseits beliebte“ Putzen an, wobei viele ihre ersten Erfahrungen mit einem Putzlappen oder der WC-Ente machten. Nachmittags gibt es zumeist kreative oder sportliche Angebote, oder einfach mal freie Zeit zum chillen. Abends gibt es dann nochmals Programm in Form von Geländespielen und schließlich endet der Tag mit einem gemeinsamen Abendlob.
Nach 2 Wochen Sonne, ca. 22 Grad durchgehend, einer Übernachtung unter freiem Himmel, jeder Menge Stockbrot am Lagerfeuer, viel Bewegung und jeder Menge Zeit zum Denken, Reden, Lachen, Genießen und zu erfahren, was Gemeinschaft bedeutet, ging es dann irgendwie schneller als erwartet wieder nach Hause.
Autor: Sebastian Oberkötter (OBI), Teammitglied auf der Jugendfreizeit 

Fortsetzung folgt im Sommer 2023!